kein Widerstand
Veröffentlicht auf 1. November 2010
Adamus sagt:
Wahre Akzeptanz bedeutet – auch dir selbst gegenüber – kein Widerstand, nichts zu korrigieren, nichts zu reparieren. In diesem Bewusstsein bringt sich alles selbst automatisch zurück ins Gleichgewicht. Erst wenn du beginnst, an etwas herumzudocktern und es zu beurteilen, gerät es aus dem Gleichgewicht.
Hör auf, die Welt verändern zu wollen, und sie wird nicht mehr versuchen, dich zu verändern. Wenn dir Widerstand aus dem Außen entgegenschlägt, dann weil du ihm Widerstand leistest. In dem Moment, wo du aus dem Mitgefühl fällst, wo du versuchst, alles zu verändern, wird es im Gegenzug versuchen, dich zu verändern.
Wie weitreichend das ist, wird mir erst langsam klar. Kein Widerstand, kein verändern wollen, alles genau so akzeptieren wie es ist.
Das heißt, wenn ich Schmerzen hab, nicht versuchen, sie los zu werden, sondern akzeptieren das sie da sind. Das heißt, wenn ich mich unwohl fühle, nicht versuchen das irgendwie in den Griff zu kriegen, sondern akzeptieren. Und weiter bedeutet es - keine wie auch immer geartete Anstrengung der Heilung, weil ich damit ja signalisiere das ich meinen IST - Zustand nicht akzeptieren. Wow.
Und das in allen Bereichen. Ob ich Stress mit dem Nachbarn habe - kein Versuch das zu verändern, bewusst daran zu "arbeiten" - sondern akzeptieren wie es ist. Oder ob es Ärger mit einem Amt ist - akzeptieren, denn ICH BIN der Schöpfer von allem, was mich betrifft.
Eigentlich ist es klar - weil wenn versuche etwas zu verändern, dann signalisiere ich damit das ich es nicht akzeptiere wie es ist. Und somit arbeite ich gegen mich selbst, denn es ist meine Schöpfung. Paradox.
Für mich ist damit klar, das ich überhaupt keine Anstrengung mehr unternehme, etwas zu vermeiden, etwas zu verhindern, etwas zu verändern. Und das klingt verrückt, denn - nur aktives Tun hält doch die Welt am laufen! - Aber stimmt das so ? ich meine nicht. Und klar kommt es darauf an, was mir wichtig ist.
Und natürlich kann jeder die Dinge sehen wie er will, und machen, was er will. Ich für mich bin aber von dem einem Satz fasziniert:
In dem Moment, wo du versuchst, alles zu verändern, wird es im Gegenzug versuchen, dich zu verändern.
oder andersrum:
wenn ich wirklich frei sein will, in meinen Entscheidungen, in dem was ich tue, wenn ich tatsächlich selbstbestimmt sein möchte, dann ist es notwendig, alles zu akzeptieren wie es ist und nirgends, absolut an keiner Stelle mehr versuchen, etwas in meine gewünschte Richtung zu bringen. Und vor allem aufhören in gut oder schlecht zu unterteilen.
Also, wenn ich morgens wach werde, mit Kopfschmerzen und Übelkeit - dann ist es so. Üblicher Weise ist dann mein erster Gedanke - oh Mist, ich fühl mich beschissen, was mach ich jetzt damit das weg geht? Und da beginnt es schon - erstens: ich beurteile meine Situation und zweitens: ich will sie verändern. Und wo ist die Akzeptanz?
Wenn ich nun also so wach werde, dann ist die Akzeptanz:
okay, ich fühl mich alles andere als wohl, aber es ist eben so. Punkt. Wird schon seinen Grund haben, schließlich hab ich es so erschaffen.
Oder. wenn ich beklaut werde, wie auch immer - es ist meine Schöpfung, zwar weiß ich nicht warum, aber ich akzeptiere es so wie es ist. Kein darüber ärgern, kein Theater, keine Anzeige.
Es kommt auch überhaupt nicht darauf an ob ich den Grund kenne, warum etwas so ist, wie es ist. Es geht niemals darum, zu verstehen warum oder so. Es ist meine Erfahrung, und nur das. Es gibt keine Lernprozesse, außer vielleicht dem einen, alles anzunehmen ohne es zu beurteilen, ohne es als gut, als schlecht, als toll oder als böse zu bezeichnen. Und wie oft wird das ganz automatisch und ohne das es überhaupt bemerkt wird, gemacht.
Aber immerhin - immer öfter fällt es mir auf, und damit hab ich jedesmal die Chance es zu lassen. Und damit bin ich wieder ein bisschen näher dran, die Widerstände, die noch existieren, aufzulösen. Denn das will ich. Ich will erfahren, wie es ist, keine Reibung, und damit kein Ungleichgewicht mehr zu haben. Ich will erfahren, wie es ist, wenn alles im Gleichgewicht ist. Es ist mein Begehren, und ich will erfahren, wie ich da hin komme.
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