22.10.09

Veröffentlicht auf 22. Oktober 2009

Heute Morgen war mir übel, und ich war zeitig wach. Hab geatmet, doch dann bin ich raus, dachte, wenn ich etwas laufe, wird es besser. Also bin ich raus, viertel vor sechs, und es war ein schöner Sternenhimmel - und wie ich hochschaue sind 2 kleine Sternschnuppen vorbei. Ich bin dann gelaufen und habe dabei bewusst geatmet, hoch und tief, und fühlte mich dann etwas besser. Gestern fühlte ich so sehr meine Stirne, richtig intensiv, fast als wäre ich da tatsächlich offen.
Und ich war gestern auf einer Beerdigung einer langjährigen Nachbarin, und puhhh - was der Pfarrer so alles sagte.
Er sprach von uns Sündern, die um Vergebung bitten müssen, und ich kann bei sowas nur den Kopf schütteln.  Kein Wunder das so viele Angst vor dem Sterben haben, wenn sie derartiges für wahr halten. Sehr traurig. Für einen Moment habe ich überlegt aufzustehen um zu sagen, das es etwas derartgies nicht gibt (Sünden), aber was solls. Jedem das SEine.
Die Kirchen haben das völlig an sich gerissen, doch die Zahl derer, die nicht mehr in der Kirche sind, nimmt zu. Also braucht es Alternativen, wie ich meine. Liebevolle, mitfühlende letzte Begleitung, ohne all das Drama das die Kriche verbreitet.
Außerdem sind nicht wenige verwirrt, wenn sie gestorben sind, weil sie noch leben, zwar ohne Körper, doch das ist schon alles. Sie verstehen es nicht, weil sie mit so etwas nicht rechnen, und das verwirrt sie, wie ich schon mehrfach wahrgenommen habe. Sie sind noch "da" und doch für ihre Verwandten und Freunde nicht wahrnehmbar, und das verstehen sie nicht, gerade wenn sie sehr dem geglaubt haben, was die Religionen erzählen, oder, wenn sie davon ausgegangen sind, das nach dem Tod gar nichts mehr ist.
Da tut Aufklärung schon Not, in meinen Augen.

Geschrieben von Kristallherz

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