Wendepunkt
Veröffentlicht auf 21. Oktober 2010
Anfang der Woche hatte ich eine solche Ausdehnung - ich sah von einem übergeordneten Standpunkt aus hier her, ich habe mir die Dinge hier betrachtet - und es hat durchaus etwas erschreckendes an sich, zu sehen, wie Menschen hier agieren, was sie tun, welche Spiele sie spielen, welche Glaubensmuster sie haben. Wenn ich außen vor bin, wenn ich wahrnehme wie das aufgebaut ist, wie es funktioniert ( was weniger im Verstand stattfindet als das es gefühlte Wahrnehmung ist) dann verliert man die eigenen Bezugspunkte. Dann schaut man sich das an und stellt fest, was so abläuft, und ich habe darin gesehen, das ich nichts von alledem noch machen will. Und das ist heftig.
Alles das, was ich mal für wichtig hielt, ist es nicht mehr, was mich beschäftigte waren Ablenkungen von mir selbst, was ich für erstrebenswert hielt ist nichts als ein Glaubensmuster. Und so sitze ich hier und fühle, das alles was ich kenne, kannte, alles was ich gemacht habe vorbei ist, es ist uninteressant geworden, ich könnte manches auch als witzlos benennen. Aus und vorbei.
Alles das was für so wichtig angeschaut wird ist nur ein Spiel, es ist nur ein hineingehen in die Erfahrung, die zwar sehr intensiv ist, aber mehr ist es auch nicht. Und genau so wie ich da hinein spaziert bin, bin ich jetzt heraus gegangen - und nun?
Das erzählt einem keiner, das ich zuerst einmal dastehe und keine Ahnung habe, was ich hier noch soll. Alles das, was ist, was dieses 3-D kennt, ist für mich ausgelutscht. Uninteressant. Und Neues ist noch nicht da - es ist zu erahnen, aber nicht da, noch nicht, es beginnt gerade her zu fließen, aber ----
und so fühle ich mich gerade sehr sehr komisch, weil ich alles was ich kenne nicht mehr machen will und darauf warte ob etwas neues kommt, und keine Ahnung habe, was, wie, wo.
Kommen neue Potentiale? Kann ich tatsächlich ein völlig anderes Leben führen als bisher? Und damit meine ich ein wirklich neues Leben.
Nicht das lechtzen nach dem Traumjob, nach der tollen Partnerschaft, nach viel Geld - Herrgottnochmal - das kenne ich doch alles. Das wäre ein wenig aufpeppen meines Lebens, aber DAS WILL ICH NICHT!!!!
Ich will ein tatsächliches neues Leben.
Ein Leben aus mir heraus. Unabhängig vom Außen. Ein Leben in Partnerschaft mit allem was ich bin, mit allem was ich erfahren habe, und von da aus Begegnungen mit anderen, die jedoch völlig frei sind, ohne jedes Energie klauen, ohne jede Erwartung, ohne jede Verpflichtung. Weil die anderen sich auch selbst genug sind, weil sie erkannt haben wer sie sind, und weil sie genau so wenig was von mir brauchen wie ich von ihnen. Und doch kann alles geteilt werden.
Ich will ein leben ohne den Stress des "müssens" - das hatte ich über so unendlich viele Leben - und es reicht. Ich will ein Leben des machen dürfens, des mich ausdrücken dürfens in jeder Form die mir gefällt und die ich erschaffen will, ich will meine Gefühle fließen lassen können, ich will mich fließen lassen können, ohne noch irgend welche Ängste haben zu müssen, weil es sicher geworden ist. Kein verstecken von irgend was, kein verbergen, kein sich anpassen müssen, sondern ein frei sein in allen Bereichen.
Ja, das ist es: frei sein in allen Bereichen!
I am that I am - of souvereign domain. Das sein was ICH BIN auf völlig freier Ebene, oder sollte ich sagen, frei in allen Dimensionen?
Ob das was wird? keine Ahnung. Ich sitze hier und weiß nur das sicher:
das Leben auf alte Weise will ich nicht mehr, nie wieder, und wenn es anders nicht geht dann gehe ich.
"eigentlich" ganz einfach.
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