die Kehrseite der Medaille

Veröffentlicht auf 18. Oktober 2010

Das menschliche Ego betreffend taucht immer wieder auf, es müsste eliminiert werden. Das hält sich in manchen Kreisen hartnäckig.

Es ist einerseits nicht möglich, und andererseits auch gar nicht nötig - es ist schlicht weg ein Irrtum.

 

Ich als das, was ich bin, habe, für meine Erfahrung hier, einen Körper erschaffen, ausgestattet mit einem Verstand, um hier Erfahrungen machen zu können, um in die Intensität dieser Dimension hier einzutauchen, und dafür brauchte es den Körper, den Verstand und das menschliche Ego ( was lateinisch ist und ich heißt).

 

Wenn ich nun beschließe, das es reicht, wenn ich genug Erfahrungen habe, in allen möglichen Bereichen, und beschließe, das hier zu beenden, gehört dazu alle Komponenten zusammen zu bringen, zu integrieren. Denn ich kann nichts, überhaupt nichts von mir zurück lassen, und folglich gehört auch das Ego dazu. Es geht also gar nicht, das Ego zu eliminieren. Ich kann niemals etwas eliminieren, ich kann es nur frei geben, und das in dem ich es integriere.

 

Aber etwas anderes finde ich noch viel wichtiger: Dieser menschliche Aspekt hat für mich, für das was ICH BIN, alle Erfahrungen gemacht, Es hat hier in dieser Dimension glitten geliebt, es hat alle Höhen und Tiefen des menschlichen Seins erfahren, es wurde verfolgt, gefoltert, umgebracht, missbraucht, es war genau so Täter wie Opfer, es hat Freundschaft erfahren, Liebe, Mitgefühl, alle Facetten die das Leben ausmachen. Das es am Ende der Zeit viele Ängste hat, unsicher ist, und sich wenig bewegen will, weil es meint, dann passiert etwas, steht ihm zu. Schließlich ist es der Teil der immer mitten drin war, der alles unmittelbar erfahren hat.

Warum blos sollte ich diesen Teil, der mir so intensiv gedient hat, eliminieren? Das ist direkt gesagt, bullshit!

Ich achte mein Ego, ich fühle mit ihm, ich nehme es in die Arme und entlasse es aus seiner Verantwortung, alles hier managen zu müssen - weil nun ICH hier bin, weil ICH die Verantwortung übernehme, und weil es damit seine Ängste und alles gehen lassen kann.

ICH - das ist das, was bisher außerhalb war, was zuvor noch nicht hier war, das ist der Schöpferanteil, das Höhere Selbst oder wie man es nennen mag. Ich nenne es das Große ICH.

Und damit gehört es untrennbar zu mir, und ich liebe und achte es zutiefst, weil dieser Anteil mir eine bis dahin ungekannte Tiefe der Gefühle erlaubt hat.

Und wenn nun jemand meint, das sei ego-istisch, ich kann mich selbst doch nicht auf einen Sockel stellen:

 

doch, genau das. Und dazu gehört die Kehrseite der Medaille:

 

Das ich auch die völlige Verantwortung für ALLES übernehme. Da gibt es keine anderen mehr, die mir was antun, die mir Schwierigkeiten machen, die ungerecht sind, weil ich alles selbst erschaffen habe, alles, ausnahmslos.

 

Wenn ich also so ego-istisch bin, dann gehört dazu auch alles als meines anzunehmen, für alles die Verantwortung zu übernehmen, egal was passiert, weil mir bewusst ist, das ich es erschaffe, erschaffen habe.

Ob mein Körper Probleme hat, ob ich Probleme mit der Familie habe, oder mit Behörden, ob ich einen Unfall habe oder den Job verliere, es gibt keine Ausreden mehr, von wegen "Du hast........" oder "warum ist mir das blos passiert" -

es ist meine Schöpfung, und dazu gehört ausnahmslos ALLES.

 

Adamus Saint Germain sagt in seinem Aufstiegs-Seminar, das wir nichts, gar nichts zurück lassen können, das wir alles annehmen müssen. Und mein Ego gehört ganz sicher dazu.

 

 

Geschrieben von Kristallherz

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