Vorbei
Veröffentlicht auf 25. September 2011
Es ist vorbei
Etwas, dass ich schon manchmal hatte – doch diesmal sehr viel stärker – ich mag nichts Spirituelles mehr hören, habe manchmal, wenn ich irgendwo was lese, einen regelrechten Widerwillen und sogar Ärger in mir. Es nervt mich, es ist für mich Klugscheißerei, ich finde es übrig und zuweilen sogar ätzend.
Was ist passiert?
Die Antwort ist – ich will mich nicht mehr nach etwas von anderen richten. Die Antwort kam heute, als ich etwas von Ohama nochmal raus kramte, über Wahrheit. Wahrheit gibt es nur für jeden in jeweiligen Moment, nach dem Stand dessen, wo derjenige sich befindet, was er für sich erkannt hat. Es gibt niemals eine allgemeingültige Wahrheit, auch wenn das für Menschen schwer zu akzeptieren ist. Menschen meinen, das es hier allgemein gültige Regeln gibt, Naturgesetze, doch auch das ist ein Irrtum. Jeder lebt nach dem, was er für sich als wahr annimmt, und somit ist alles wahr, ausnahmslos, weil es dem jeweiligen Standpunkt des Einzelnen entspricht.
Und ich weiß, es ist genau so.
Ohama spricht darin auch über Lehrer, die, zu denen wir gehen weil wir meinen, sie könnten uns etwas neues sagen. Er sagt: wenn ein Lehrer dich begrenzt, dann wisse, dass auch er noch weiter in eine unbegrenzte Wahrheit fortschreiten muss. Weil nichts begrenzt ist, niemals. Irgendwann wird der Punkt kommen, wo du dich von allen Lehrern lossagst, einfach weil du fühlst dass du in deine eigene Wahrheit gehen musst.
Und genau das ist der Punkt an dem ich mich befinde.
Ich war schon manchmal da – doch ich bin wieder zuück, weil ich eben auch noch der Mensch bin, mit einem Verstand, der glaubt, es gäbe etwas, das ich noch nicht kenne, und ein anderer würde es wissen – also, mal schauen …..
doch dieser massive Widerstand in mir spricht für sich. Es wird Zeit für mich, aufzuhören, noch irgend wo irgend was zu suchen. Es wird Zeit für mich in meine eigene Welt, in meine eigene Wahrheit zu gehen – und zwar voll und ganz.
Wir können zig Leben lang suchen, und wir werden immer was finden, doch das ist wie eine Endlosschleife mit der Ansage : gehen sie weiter, gehen sie weiter, gehen sie weiter ….
bis ich endlich aufhöre dort zu kramen, zu suchen, wo andere ihre Wahrheit kund tun, denn es ist nicht mehr und nicht weniger: es ist IHRE Wahrheit – doch nicht unbedingt die meine.
Und ich fühle gerade sehr intensiv, das es für mich Zeit ist, in meine eigene Wahrheit, und damit Realität zu gehen. Vollständig.
Hört sich komisch an? Ist komisch, ja. Weil darin die Erkenntnis ist, das nichts fest steht, gar nichts. Und das ist wohl komisch, unsicher, wackelig. Und da ist der Punkt wo ich beginne, mein eigener Schöpfer zu sein, weil es nur eines gibt: Das ich meine Realität durch mein „für wahr halten“ kreiere.
Wir haben das zwar schon immer so gemacht, doch heute befinden wir uns in einem Massenbewusstsein, und glauben damit zutiefst, das es etwas gibt, was DIE Wahrheit wäre, doch es ist genau so eine Illusion wie die Meinung, ich könnte nichts ändern.
Ich finde es unglaublich, denn ich bin gerade dabei, mir meine eigenen Welt zu erschaffen. Und das hier im Körper und ohne das ich gestorben bin – es ist wahrlich unglaublich. Und das gab es noch kaum.
Wenige haben sich erlaubt, sich ihre eigene Welt zu erschaffen. Mit ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten, mit ihren eigenen Entscheidungen, Wünschen, Wahrnehmungen und in Grenzenlosigkeit.
Es ist wirklich verrückt, und klar drängt sich da jedem, der im Verstand ist, auf: die spinnt komplett. Eine eigene Welt – sowas verrücktes. Und wie immer muss man es fühlen, in sich als wahr fühlen. Das geht auch nur so, weil ich anders gar nicht in der Lage bin, etwas derartiges zu machen.
Es ist ein Schritt weiter nach dem was ich als so völlige Leere in mir gefühlt habe. Nichts altes reizte mich mehr, gar nichts. Begeisterung – ein Fremdwort.
Und warum? Weil es anscheinend Zeit ist, alles äußere los zu lassen, alles, komplett. Alle gelernten Glaubensmuster, alle übernommenen Überzeugungen, alle bisher gekannten Meinungen.
Nichts davon gilt mehr, zählt mehr. Das ist haltlos, ganz direkt.
Ich hab nun keine Ahnung wohin es mich bringt – und es ist auch egal. Weil ich, so wie ICH jetzt bin, ewig bin, immer bin, es gibt keinen Tod, nur Veränderung, und sicher ist es ein Werden, es geht nicht von jetzt auf gleich. Das ist, nebenbei, immer was ich so lustig finde, wenn manche meinen, im Dezember 2012 macht es peng und alles ist anders. Das würde keiner überleben, weil die Körper dabei verglühen würden, verdampfen. Es geht nur in einer schrittweisen Veränderung, die sicher an Tempo zunimmt, die sicher dahin führt das diejenigen, die nachziehen, es viel schneller machen können. Doch schnipp und alles ist geschehen – nee. Dazu ist Materie viel zu unbeweglich. Es braucht einfach eine gewisse Reifung – das ist wie bei einem guten Wein oder Fleisch oder Käse.
Ich fühle mich nicht mehr nur hier zugehörig, sondern in vielen Bereichen. Ich fühle das dies nur ein Teil meines Seins ist, und das ich überall hin kann. Ich fühle, dass ich nicht mehr gebunden bin. Ich fühle, das … da ist vieles, doch wozu sollte ich es hier in Worte bringen, es wäre nur eine neue Schublade. Doch ich hab keine mehr, die Kommode passe´. Ich fühle es so in mir, und das ist so anders als etwas anzunehmen, als etwas zwar zu wissen und doch noch immer in den alten Dingen zu kramen. Es ist meine Wahrheit, weil ich es fühle, mein inneres Wissen, weil ich es so entscheide. Ich fühle mich tatsächlich als Schöpfer meiner Welt, und es hat keine Eile, sie in irgend eine Form zu bringen. Es ist eher so das ich, gerade weil ich mir so sicher bin, einfach zuschauen kann, was sich so bewegt, zeigt. Ich fühle mich wirklich sicher in mir, ich fühle mich ganz direkt als ewig.
Schon Yeshua sagte : nach eurem Glauben wird euch geschehen. Nur haben die Menschen fälschlicher Weise mal angenommen, es müsste der richtige Glaube sein, was fast schon wieder witzig ist – und auf jeden Fall so menschlich.
Es gibt keinen richtigen und keinen falschen Glauben, es gibt nur ein Erkennen für den Moment, und er ändert sich laufend. Wahrheit – das ist was ich jetzt in diesem Moment für wahr halte, und damit ist es immer in Ordnung.
Der Weg den wir gehen ist einfach der von einem begrenzten Sein hin zu einem unbegrenzten Sein. Das ist Aufstieg. Das Erkennen der eigenen Unbegrenztheit.
Und es ist Keahak – Spirit in motion – Gott (Geist) in Bewegung.
Für mich nun mehr und mehr in meiner ganz eigenen Bewegung.
Von Herzen an alle die dies lesen.
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