Vertrauen
Veröffentlicht auf 10. Oktober 2011
war das Thema von Johannas shaumbra.tv, das wir gestern aufgezeichnet haben. Zuerst mit einigen Störungen - weil ich immer Aussetzer hatte, nicht hörte was sie sagte, ob sie was sagt, oder ob sie fertig ist. Allerdings verschwand es dann - die Störeinflüsse waren weg.
Ich empfand es am Anfang als "Chaos", das sich dann klärte, ganz so wie schöpferische Energie halt ist. Nachdem so vieles da war fand es seine Form, glättete sich. Was ich dabei bemerkt habe - es ist schwierig die Einfachheit zu erklären. Wie soll man die völlige Einfachheit von allem erklären wo der Verstand es doch so kompakt, komplex und aufwendig liebt? Viele können sich überhaupt nicht vorstellen wie einfach alles sein kann - und vor allem, Menschen lieben es komplex.
Aber wie erkläre ich Einfachheit so dass ein komplizierter Verstand es akzeptiert? Geht das überhaupt? Ist wohl schwierig.
Ich will es auch gar nicht, wenn ich ehrlich bin. Denn üblicher Weise ernte ich Unverständnis, mit Kommentaren wie "so einfach kann man es sich ja wirklich nicht machen" und derartiges.
Doch, man kann - yes we can, wie Obama sagte.
Ich kann alle anderen so sein lassen wie sie sind - ich will niemanden ändern.
Ich kann alles annehmen, akzeptieren, ohne es ändern zu wollen, weil das nur Widerstand produziert, und ich will keinen mehr.
Ich kann mir einfach so vertrauen - denn, was soll mir denn passieren? ICH bin doch ewig, unzerstörbar, und ich fühle es tatsächlich so, so what?
Und in diesem Vertrauen finden sich auf einmal die passenden Energien für alles, in diesem Vertrauen, ohne jedes wenn und aber, ohne daran herumzugrübeln, wird es einfach - was ich mag. Da geht auf einmal alles von alleine.
Vielleicht ist es manchen zu einfach so? Mag sein. Ich hab auch ne Weile gebraucht bis ich annehmen konnte das es wirklich so simpel ist. Tobias sagte es schon vor Jahren - das ICH BIN ist absolut einfach. Stimmt.Doch anfangs konnt ich mir darunter nichts vorstellen - wie auch.
So lange wir in der Komplexität nach dem ICH BIN suchen, suchen wir- finden aber nichts. Und die Suche macht Spaß - absolut. Doch nach zig Leben wird es langweilig, weil ich alles schon kenne, es sind nur noch Wiederholungen, das ist wie schlechtes Fernsehen. Aber ich meine, genau das ist der Treibstoff dafür, heraus zu gehen, weil ich das alte bekannte wirklich nciht mehr mag.
Ich hatte vor ca. einem Monat noch ne große Leere, ich saß da und da war gar nichts mehr was ich tun wollte, was mich interessierte, was mich begeistern konnte. Nichts. Da war ein Gefühl von - was soll ich hier noch, was will ich hier noch, ich kenn das doch alles, Ich hab nichts gefunden was für mich noch lohnend gewesen wäre hier zu sein, zu bleiben.
Doch dann veränderte es sich völlig, und ich fühle mich seitdem GANZ - und auf einmal ist alles anders. Es hat nichts mit positiv zu tun - weil das auch wieder blos ein Teil von allem ist. Ich kann also nciht mal sagen das es mir "gut" geht - weil das wieder nur die Hälfte ist - und ich bin alles. Es ist einfach neutral - und zwar alles.
Nun meint der Verstand das so etwas ja todlangweilig sein muss - keine Höhen und Tiefen, kein Drama, kein Feuer, kein Eis - wie soll das denn werden?
Die Überraschung ist, dass es überhaupt nicht langweilig ist, auch wenn es keine Höhen und Tiefen mehr hat - es ist. Alles ist wie es ist und ich bin.
Und da ist es wieder - es ist so einfach, aber wie erklären? Es hört sich nach nachgeplapper an, doch das ist es nicht.
Ich kann es erfahren - nicht verstehen. Und das muss jeder für sich.
Ich fühle mich in dieser Neutralität und Einfachheit völlig zufrieden, ganz anders als zuvor, und das ist nicht zu erklären.
Ich fühle mich sehr in mir und zugleich sehr weit. Diese Übersicht über alles ist beständig da, und braucht auch nicht "überlegt" oder "bewertet" werden, was mein Verstand tun würde, so wie er war. Doch so ist er nicht mehr, Er dient mir hier, bei alltäglichen Sachen, und das tut er wunderbar. Doch alles andere geht ihn nichts mehr an. Und mein Verstand genießt es, weil er die Verantwortung los ist.
Es gibt noch Momente in denen gewohnte Gedanken kommen - und ich lasse sie durchziehen.Doch überwiegend bin ich - hm, ja, was, Satt? Absolut, mir fehlt nichts, heißt ich vermisse nichts. Also trifft es satt ganz gut. Und ich bin umfassend - diese Wahrnehmung ist nicht zu beschreiben. Ich fühle es, doch dieses Fühlen ist nicht so wie Emotionen, hat damit nichts zu tun. Es ist gefühlte Wahrnehmung, Und das hab ich fast immer.
ich habe eine stille Freude in mir, manchmal eine unbeschreibliche Liebe für mich, und in diesen Momenten ist alles andere unwichtig. Ich weiß warum Saint Germain sagte, es sei das Größte.
Es ist keine Hochstimmung, die brauche ich gar nciht mehr. Es ist still und gleichmäßig. Es ist unvorstellbar - so lange man in den üblichen Vorstellungen ist.
Und doch ist es das lohnendste überhaupt: Ganz zu sich selbst zu finden.
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