Osho

Veröffentlicht auf 26. Oktober 2010

Osho sagte:

Anybody Who Gives You a Belief System is Your Enemy.

Jeder, der dir ein Glaubenssystem gibt, ist dein Feind ( oder Gegner).

 

Wie wahr. Und es ist unser Alltag. Die Zeitungen, die Nachrichten, das Fernsehen ist voll davon.

Laufend wir uns erklärt war richtig und falsch ist, wie wir uns verhalten sollen, was wahr ist und was nicht. Hab mich grad gestern Abend geärgert - Galileo, ein Beitrag über Zucker - lauter Glaubstsätze über Zucker und Süßstoff, und ich dachte mir, meine Güte, was für einen Müll erzählen sie da.

 

Es gibt nichts, gar nichts, was fest steht. Niemals. Das steht im völligen Gegensatz zur Schöpfung, denn die ist immer fließend, immer sich weiter bewegend, ausdehnend, verändernd.

Alles basiert darauf, was ich für wahr halte. Und permanent wird uns eingetrichtert  (jedenfalls versucht) was wahr ist. Oft ist es ja nicht mal ne schlecht Absicht, sondern sie bilden sich ein, sie hätten die Wahrheit gefunden. Doch die eine Wahrheit existiert überhaupt nicht, und wer offenen Auges durch die Welt geht, sieht es.

Wie viele Dinge gibt es, die der Eine macht ohne Konsequenzen, und ein anderer wird dafür zur Rechenschaft gezogen. Einem fällt alles in den Schoss, der andere arbeitet sich krumm und kommt nie auf einen grünen Zweig. Einer ist unausstehlich und trotzdem sind lauter Freunde um in, ein anderer ist liebenswert und sitzt alleine da. Einer raucht sein Leben lang intensiv, wird alt dabei, ein anderer raucht 10 Jahre und verliert sein Bein wegen der Durchblutungsstörung. Einer kann essen was er will, der andere nimmt zu und nimmt zu und nimmt zu und verkneift sich dabei alles.

 

Wer ohne vorgefasste Meinung mal hinschaut, sieht, das. Und wenn ich offen bin, ist mir klar, das all die Regeln Quatsch sind. Es gibt keine Regeln. Es gibt keine Wahrheiten. Alles was es gibt, sind meine Glaubensmuster, und das heißt, das was ich für wahr halte.

In diesem Öffnen des Bewusstseins nun, das seit Jahren statt findet, kann ich anfangen, mir anzuschauen, was ich selbst für wahr halte, was ich glaube. Und dann kann ich es bewusst ändern, und zwar so, wie ich es für mich als passend empfinde, oder auch - wie ich es will. JA.

Ich kann entscheiden, wählen, welche Glaubensmuster ich haben will und welche nicht. Jeder kann das.

Und wenn nun jemand kommt, der mir erklären will, das die Dinge genau so und so sind, das ich dies und jenes tun müsste, dann ist das nicht mehr als SEINE Meinung, die aber niemals meine sein muss. Ich muss mir dessen allerdings bewusst sein, und ich muss bereit sein, meine eigenen Wahlen, Entscheidungen zu treffen - und damit ist es meine eigene Verantwortung.

Das ist ja das bequeme an den ganzen vorgekauten Glaubensmustern - wenn ich also glaube das das alles wahr ist, was ich vorgesetzt kriege - ich brauche selbst keine Verantwortung übernehmen. Und dann kann ich auf die anderen schimpfen, wenn sich heraus stellt das es doch nicht so gut für mich war. Was allerdings nichts weiter als ein Spiel ist. Ich spiele "unwissend" und damit sind die anderen schuld. Doch auch das ist meine Entscheidung, auch das ist meine Verantwortung. Und ich kann das tun, so lange ich will, endlos. Allerdings verliert man irgendwann die Lust darauf, und hinterfragt, und dann kommen die Antworten. Mir geht es so - ich hab keine Lust mehr auf das alte Spiel.

Ich möchte mein eigenes Spiel haben, mit meinen eigenen Wahrheiten.

 

Und deshalb werde ich von anderen kein Glaubensmuster mehr annehmen.

Geschrieben von Kristallherz

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