Ich bin erleuchtet
Veröffentlicht auf 21. Dezember 2011
Beim letzten shoud forderte Adamus auf zu sagen "Ich bin erleuchtet" - doch damit haben nicht wenige Probleme. Ich auch - und zwar mit dem Begriff "erleuchtet".
Weil damit ziemlich unsinnige Vorstellungen einhergehen. Teils kommt es aus der Esoterik, teils aus den Religionen oder von dem was wir gehört haben.
Erleuchtet - da stellen sich die meisten vor man ist allwissend, man kann alles erschaffen, ist unverwundbar, man schwebt über den Dingen, man kann übers Wasser laufen, Steine in Gold verwandeln, alles durchschauen, es geht einem immer nur gut, man ärgert sich niemals wieder, hat permanente Freude, wird niemals krank und so weiter.
Je nachdem.
Klar das so ne Messlatte in unerreichbaren Höhen und deshalb ist es schwierig zu sagen "Ich bin erleuchtet".
Ziemlicher Käse - oder Makyo, würde Adamus sagen.
Es ist ne Vorstellung des Verstandes, die ziemlich einfältig ist, um nicht zu sagen, dumm. Denn wenn ich mir vorstelle, es wäre so, wie langweilig!!!!!
Wenn ich alles mit einem fingerschnipsen erschaffen kann? Wir wohl schnell öde. Was sollte mich noch reizen?
Wenn ich dauernd nur in einer Stimmung wäre - selbst wenn sie gut ist - wie langweilig wird das denn! Das wäre wie jeden Tag meine Lieblingsspaghetti essen - immer und immer und immer wieder ??? Igitt !
Wenn ich alles weiß - hää ? was gäbe es noch zu erfahren, kennen zu lernen? Und ganz davon abgesehen, nicht einmal Gott ist allwissend - das ist blos die manipulativ gestreute Drohung der Religionen.
Gott erfährt in jedem Moment was wir erfahren, denn wir sind die göttlichen Teile, die hier die Erfahrungen machen. Als Potenial, als Möglichkeit ist alles vorhanden, doch es will erfahren werden, gelebt werden, erst dann ist es wirklich im Bewusstsein. Allwissend zu sein wäre das Ende von Bewusstsein, von Schöpfung, denn die existiert nur in der Bewegung, in der dauernden Bewegung, Schwingung, Ausdehnung. Und das heißt laufende Veränderung.
Wie wäre es, alles so zu lassen wie es ist, in dem Bewusstsein das alles in Ordnung ist, das ich alles sein darf, haben darf, auch Ärger, genauso wie Freude und Lachen. Das es überhaupt nichts ausmacht wenn ich mal krank bin, weil mein Körper dann vielleicht etwas ausscheidet, oder verarbeitet was nicht mehr passend ist. Erleuchtet bin ich, wenn ich so etwas einfach als gegeben hinnehmen kann, vielleicht sogar mit einem lächeln, und mich den Unpässlichkeiten oder der Krankheit hingeben kann. Erleuchtet ist es, alles so zu lassen wie es ist, eben nicht zu meinen es müsste alles mögliche verändert werden. Akzeptanz von allem wie es ist. Genau so gehört dazu alle anderen so sein zu lassen wie sie sind. Sie sind in ihrer Schöpfung genau richtig. Erleuchtet ist es, mir zu erlauben, Dinge zu erfahren die ich noch nicht erfahren habe auch wenn sie mich vielleicht noch etwas ängstigen. Erleuchtet ist es, trotzdem in so eine Erfahrung hinein zu gehen, weil ich weiß das ICH sicher bin, das ICH schon alles genau passend für mich mache. Egal wie es hier aussieht.
Erleuchtet ist es, mich so anzunehmen wie ich bin, egal ob groß oder kein, dick oder dünn, gesund oder krank, reich oder arm, freudig oder traurig.
Gerade diese ganze Palette an Möglichkeiten macht doch das Leben aus. Und zu Leben ist das Größte was es gibt.
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