Glauben

Veröffentlicht auf 10. Oktober 2010

Glauben - was ist das?

Es gibt den Spruch - glauben heißt nichts wissen.

 

Stimmt nicht. Glauben ist ein inneres Wissen. Letztlich aber ein "für wahr halten".

 

Und für wahr halten - das tun alle !

 

Wenn ich für wahr halte, das ich mich gesund ernähren muss, dann glaube ich das.

Wenn ich für wahr halte, das ich Sport treiben muss, um gesund zu bleiben, dann ist es so, weil ich das glaube.

Wenn ich für wahr halte das sich der Mond um die Erde dreht, dann glaube ich das.

 

ups - aber das ist doch bewiesen??? Nein. Es gilt immer nur das als beiwesen was Menschen meinen heraus gefunden zu haben. Im Mittelalter glaubten viele, die Erde sei eine Scheibe, was uns heute lächerlich erscheint.

Doch kann es nicht genau so sein mit dem was wir heute für bare Münze nehmen ?

Wer weiß wie das in 10, 20 oder 100 Jahren aussieht?

 

Dann schauen Menschen auf das, was heute für wahr gehalten wird, also geglaubt wird, und amüsieren sich darüber, mancher denkt vielleicht "wie kann man nur?" Es ist ein fortlaufender Prozess, und nichts ist wirklich bewiesen, Menschen glauben nur, es sei so.

 

Also Glauben ist das, was Leben überhaupt erst möglich macht. Denn genau damit, das ich die Dinge für wahr halte, erlaube ich ihnen, Realität zu werden. Und das gilt für alles.

Das gilt für alles.

 

Ob ich glaube, ich muss arbeiten, um zu überleben, ob ich glaube, ich muss mich an die Gesetze halten, damit ich da keinen Konflikt habe, ob ich glaube, ich muss essen um zu überleben - ich kann alles als Beispiel hernehmen. Aber jedesmal ist es ein "für wahr halten" von mir.

 

Es besteht also kein Unterschied von Glauben zu Wissen - beides ist ein für wahr halten.

Und jedes für wahr halten erschafft meine Realität, in vielen Faccetten.

Wie könnte es sonst sein, das manche sich alles erlauben, Gesetze übertreten ohne jemals Probleme zu haben? Wie kann es sonst sein, das manche sich an anderen bereichern, und sich noch dazu völlig im Recht fühlen? ( ich denke da gerade an gewissen Banker die vom Staat Milliarden brauchen und dafür Millionbonusse kassieren)  Weil sie es für wahr halten - aus ihrer Sicht heraus. Und andere glauben das auch - und somit wird es Realität.

 

Glauben erschafft Realität.

Glauben - nicht Wunschdenken. Das ist ein großer Unterschied. Sich wünschen, hoffen, das etwas so oder so läuft, ist etwas völlig anderes als etwas für wahr halten.

 

Wenn ich mir wünsche, das mir etwas einfach zufliegt, vielleicht ein Gewinn, ich zugleich aber für wahr halte, also glaube, das ich eine "arme Sau" bin der sowas nie passiert - na was wird wohl Realität?

 

Wenn ich hoffe, das ich den richtigen Parnter finde, zugleich aber für wahr halte das ich unattraktiv bin, was wird wohl meine Realität?

 

Das ist bliebig austauschbar. Und immer wird das, was ich für wahr halte, stärker sein als das was ich hoffe, wünsche, ersehne.

 

Es erfordert sehr viel Aufrichtigkeit mit mir selbst, mir anzuschauen, woran ich glaube, was ich für wahr halte.

Und es steht mir frei, das zu ändern - jederzeit.

Geschrieben von Kristallherz

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