"....der ist es nicht wert...."
Veröffentlicht auf 26. September 2010
In letzter Zeit hab ich das von anderen mehrfach gehört.
" der ist es nicht wert " - das ich ihm sage ...... das ich meine wirklichen Gründe nenne, das ich ....
Was ich, wenn ich so denke / spreche, leider übersehe, ist, das darin keine Akzeptanz und vor allem keine Achtung dem anderen gegenüber ist.
Jeder, klar, hat Mitmenschen, die er von - mag ich nicht - bis - kann ich überhaupt nicht leiden - in seinem Umfeld hat, mit denen der zu tun hat, konfrontiert ist. Ob es Vorgesetzte sind, Kollegen, Familienmitglieder, Beamte usw. - überall sind wir von anderen in vielen verschiedenen Weisen umgeben, haben mit ihnen zu tun, sind herausgefordert uns mit ihnen zu beschäftigen.
Für mein Verständnis ist es aber in der Akzeptanz und vor allem in der Achtung anderen gegenüber so, das ich denjenigen nicht als alleine das sehe, was da vor mir ist, sondern darüber hinaus das jeder, ausnahmslos, wie blöde oder einfältig oder herrschsüchtig oder sonstwas er sich präsentiert, nicht vergesse das dahinter ein genau so göttliches Wesen steht wie ich es bin. Wenn es mir ernst ist damit, das ICH auch Gott BIN, dann muss ich das jedem anderen genau so zugestehen. Und dann kann ich den Typen da hinter dem Schalter, der mich gerade total nervt, mit seinen Kleinlichkeiten, trotzdem segnen, und ihm meine Achtung entgegen bringen, weil ich weiß, er hat hier jetzt eben diese Rolle, die er spielt. ( siehe auch hier Was ist ein Mensch ? )
Für mich gehört es zum Mitgefühl und zur Achtung das ich keinen als unwürdig empfinde, das ich z.B. offen mit ihm rede.
Das heißt im Umkehrschluss nicht, das ich mir alles gefallen lasse - das ist wieder was anderes. Es geht um die Art und Weise WIE ich mit anderen umgehe.
Und wenn der andere spürt das ich ihn achte, reagiert er unter Umständen auch völlig anders, ohne vielleicht selbst zu wissen, warum. Ein einfaches und wirkungsvolles Mittel ist das segnen des anderen - allerdings nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Herzen (heißt, ich muss es ehrlich so meinen). Und dazu muss ich eben diese Achtung fühlen, auch wenn dieser menschliche Ausdruck mir gegenüber unsympathisch ist - aber das kann ich immer, bei jedem.
Man sagt z.B. auch: wie man in den Wald hinein ruft, schallt es heraus. Das ist genau das, das ist eben dieses auf der unbewussten Ebene fühlen, wahrnehmen, ob ich von anderen geachtet werde oder nicht. Und wenn ich es mit anderen so mache, dann tun sie es auch mit mir (außer es bestehen irgendwelche anderen Absprachen).
Mitgefühl, Achtung, Akzeptanz ist das, was die Erde verändert, nicht kämpfen oder versuchen, andere zu ändern. Sondern jeden so sein lassen wie er ist, und ihm trotzdem meine Achtung schenken.
So sehe ich das.
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