21.01.2010

Veröffentlicht auf 21. Januar 2010

Den Boden verlieren.....

Ich habe das Gefühl, ich verliere den Boden unter den Füßen, und das tue ich auch, denn es ist, was ich gewählt habe....

Nun, ich habe nicht gewählt, den Boden unter den Füßen zu verlieren, doch es passiert gerade - meine Wohnung, das was ich tun will oder soll, (manche nennen es Arbeit), eigentlich alles, was bisher so verlässlich schien, bröselt weg, gerade, und sei auch bisher nur gefühlt.
Da wo ich wohne bin ich seit 24 Jahren, doch nun sieht es so aus als müsste ich gehen, und das löst Trauer in mir aus, denn ich habe einen Garten, mit meinen Rosen, Rhododendren, Pfingstrosen, Glyzinen, Waldreben, ein Teich und und und - mir blutet das Herz.
Es war ein Stück Sicherheit für mich, mein Platz, den ich nun loslassen muss. Ich weiß das es geht, klar, aber doch - es ist diese Vertrautheit mit allem um mich, mit meinem ganz intimen Lebensraum, und nach einer etwas schlaflosen Nacht, in der ich mich verloren fühlte, weiß ich nun, was da vor sich geht.

Sicherheit gibt es nur in mir - kluge Worte, aber wenn es an die Umsetzung geht --- ihhhhhh Hilfe !!!! Und doch ist dieses "Boden unter den Füßen wegziehen" nichts weiter, als das ich aufhöre, mich an das, was mein Leben bisher war, zu hängen, weil all das trügerisch ist, weil es eine falsche Sicherheit darstellt - und juhuuu, ich bin grad heilfroh das ich niemals so viel hatte, in diesem Leben, denn wie muss sich das erst anfühlen, wenn einer aus etwas, das sich Reichtum nennt, rauspurzelt. Wenn ich mir anschaue, wie viele sich sicher fühlen, weil sie Geld haben, weil alles "gut" läuft, im Job, in der Beziehung - hoppla, das Ganze ist verdammt anfällig. Denn in jedem Moment kann so eine Seifenblase platzen, und dann? Denn es sind nur Seifenblasen, alles Äußerliche sind nur Seifenblasen, egal ob ich ein Haus oder 10 Häuser habe, ob ich angesehen bin oder sonstwas - alles kann jederzeit wegfallen.
Die einzige Sicherhehit finde ich in mir, und ich bin gerade dran, das wirklich zu erfahren. Wenn das Äußere unsicher wird ( und gerade fühlt es sich wie ein Erdbeben an, wo ich nicht weiß was hinterher noch steht und was eingstürzt ist) dann kann ich nur noch auf mich vertrauen, dann kann ich mich nur in meine eigenen Arme fallen lassen, und genau das ist der Sinn darin.

Wie sehr wir auf Äußerliches fixiert sind, fällt mir jetzt erst auf. Das Dach über dem Kopf, das Geld vom Amt, in der Regel gehen wir davon aus das alles so weiter läuft, aber, und ja, Adamus hats schon gesagt: Neue Energie fühlt sich zuerst mal verdammt unsicher an, weil alles, was bisher so und so war, lief, eben nicht mehr so läuft, weil es keine Planung mehr gibt, weil mein Vertrauen gefordert ist, das ich als der Schöpfer meines Lebens schon für mich sorgen werde, wie auch immer - jedenfalls nicht auf herkömmliche Weise. Da ich nun gewählt habe, bei denen zu sein, die als Pioniere anfangen, damit zu leben, muss ich in Kauf nehmen, durch dieses Gefühl der Unsicherheit zu gehen. Es ist wie eine milchige Wand, und ich hab keine Ahnung, was dahinter ist - wo wir Menschen doch so gerne immer wissen wollen was kommt, und wie, und wo - wie sonst haben so viele Wahrsager, Kartenleger usw. ihre Kunden ? Wozu gibt es denn Orakel und Astrologie, Horoskope, alles das, es geht doch immer nur um eines: was kommt da auf mich zu ? Und das sitzt tief, und durch die "moderne Versicherungsgesellschaft" haben die Menschen das Vertrauen in SICH SELBST völlig verloren. Alles ist versichert, ob Arbeitslosigkeit, die Rente, der Unfall, die Krankheit - und inzwischen weiß keiner mehr, wie er das finanzieren soll, weil die Kosten explodieren. Es ist einzig ein großer Ausdruck der inneren Unsicherheit, der all das hat wachsen lassen und eine Zeit lang blühen lassen, doch es fängt an alles zu überwuchern, und damit zu ersticken.

Sicherheit gibt es nur in mir - meine Güte, wie weit ist der Weg von einem Leben eingebunden in all diese Institutionen, hin zu einem selbstbestimmten und aus sich selbst heraus gelebtem Leben - mamma mia. Hunderttausend Ängste, Dramen, die alle darin enthalten sind. Und die Schicht für Schicht gehen müssen, damit ich wieder zu mir, zu meiner Essenz, zu meinem eigenen sicheren Raum komme.
Der sicherer Raum ist, wenn ich mich, ganz egal was gerade los ist, sicher fühle, SICHER FÜHLE - und sollte ich gerade am Rande eines Vulkankraters stehen und er bginnt zu spucken. Sicher fühlen, egal was los ist, in mir sicher, immer.
Da hab ich mir viel vorgenommen, hihi, oder besser gesagt gewählt, denn der Weg dahin ist alles andere als komfortabel, doch es gibt keinen anderen, wenn ich tatsächlich in meine eigene Souveränität gehen will. Und das will ich, absolut.

Geschrieben von Kristallherz

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V
<br /> Das Gefühl hab ich auch manchmal... ich hoffe für dich, dass das bald wieder besser wird ;)<br /> <br /> <br />
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K
<br /> aber sicher doch - für mich sind es alles nur Stationen auf meinem Weg, und es gibt keine Fehler, alles ist passend.<br /> Mir geht es sogar sehr gut, denke!<br /> <br /> <br />
E
<br /> ich kann so gut nachvollziehen, was Du schreibst, nein, ich kann es genau fühlen und während ich dies las, spürte ich Tränen in meine Augen steigen, weil ich dieses Gefühl kenne! Ich spüre,ich<br /> stehe auch genau davor, habe gewählt, zu Vertrauen, im Jetzt zu leben und die Energie fließen zu lassen und das Neue - was immer es ist - willkommen zu heißen. Dennoch, ich spüre ein Zögern in mir<br /> - da fehlt noch der letzte entscheidende Schritt! Aber ich weiß, nicht mehr lange und ich kann ihn tun. Deine Mitteilung macht mir Mut, danke!<br /> <br /> <br />
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