04.01.10

Veröffentlicht auf 4. Januar 2010

Das folgende habe ich zwar schon vor einem dreiviertel Jahr geschrieben, doch gerade finde ich es wieder, und finde es gut:


Sicherer Raum /Selbstverantwortung


Tobias sagt zum sicheren Raum: Wenn du glaubst, das du diesen ungeliebten Job brauchst, weil du deinen Gehaltsscheck brauchst, ist das kein sicherer Raum. Da zeigt sich sofort ein Aspekt, der sagt, aber ich muss das haben, sonst gehe ich unter – und davon haben wir meistens nicht blos einen, sondern viele! Der Sichere Raum bedeutet, sich des Lebens zu freuen, zu feiern und keinen Gedanken an einen Gehaltsscheck zu verschwenden – es kommt einfach, wenn ihr in der Freude lebt, es ist etwas natürliches, ihr müsst nicht daran arbeiten.


Und ich zähle mich dazu, auch wenn ich arbeitslos bin, aber ich bekomme Leistungen vom Amt, weil ich auch noch glaube, ich bräuchte das – es ist nichts anderes, als einen Job zu haben den man nicht mag.

Weil aus dem Gedanken an Mangel heraus entstanden – mir fehlt das Geld, ich gehe unter – doch wo, ist da mein Vertrauen in mich, in ´s Leben ? Praktisch nicht vorhanden.

Denn würde ich mir wirklich vertrauen, dann würde ich das nicht brauchen – jedenfalls nicht so. Weil ich mich bewerben muss, und weil ich jeden zumutbaren Job annehmen muss, und dazu gehört auch Regale auffüllen, und putzen. Ist es das was ich will? Ein klares Nein. Denn das entspringt garantiert nicht der Freude.

Nun habe ich einen kleinen Schritt nach vorne gemacht, weil ich einen Job abgelehnt habe, nun kann das Amt die Leistung kürzen – aber wenn ich das angenommen hätte, würde ich mich fühlen, als hätte ich mich selbst verraten. Für mich ist das eine andere Art von Prostitution – mich verkaufen, etwas zu tun was ich nicht mag nur wegen des Geldes. Menschen tun es üblicher Weise oft, machen Kompromisse, tun Dinge die sie nicht wirklich wollen, wegen des Geldes, oder damit andere zufrieden sind – doch alles das ist kein sicherer Raum. In einem sicheren Raum brauche ich das nicht.

Natürlich gibt es noch Anteile, Aspekte in mir, die Angst haben, aber wenn es mir damit auch nur ein wenig ernst ist, in meine Souveränität zu kommen, dann muss ich irgendwann bereit sein, über solche Gefühle hinaus zu gehen. Dann muss ich mich dem stellen, auch wenn ich zuweilen Muffensausen habe – es befreit andererseits auch.

Beispiele für alles mögliche gibt es – ob jemand ein Jahr lang auf sich gestellt verbringt und doch nichts fließt – oder ob sich jemand innerlich ergeben hat und plötzlich kann er selbständig arbeiten, mit einer nie gekannten Freude – hier gilt jedoch: kein Vergleich mit anderen. Ob es bei jemand anderem so oder so war hat für mich keine Relevanz. Ich muss MEINEN Weg finden – und da spielt es keine Rolle was bei anderen ist. Ich kann mir das anschauen, und klar tut es gut, jemanden zu sehen bei dem es fließt – aber es ist immer meines.



Nochwas weiß ich seit eben, weil ich es fühle:

jeh mehr ich zu mir selbst stehe, je weniger ich mich den Kompromissen hingebe, um so mehr kann von meiner Göttlichkeit hierher fließen. Es geht nur so. So lange ich mich den Äußerlichkeiten beuge, meine ich sollte....., ist kein Platz für mein schöpferisches, göttliches Ich. Erst in dem ich mich frei gebe, wahrhaft, weil aus dem inneren kommend, kann mein göttliches Sein hier integriert werden. Also in meine völlige Göttlichkeit kann ich erst gehen wenn ich mich an nichts mehr halte, im außen, wenn ich mich von nichts mehr beeindrucken lasse, wenn ich von nichts mehr glaube, das es mächtiger sei als ich.

Geschrieben von Kristallherz

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