Wie "weit" bist du ?
Veröffentlicht auf 22. April 2014
Das ist ne Sache die ich schon länger immer mal wieder beobachte.
Da gibt es manchmal Kommentare bei denen (mir) vermittelt wird dass ich eine Sache nicht richtig sehe, so wie kürzlich beim Thema bedingungslose Liebe, wo mir gesagt wurde dass ich das eben noch nicht fühlen kann was das ist, weil ich schrieb, ich muss nicht alle lieben. Oder jemand befindet mich für nicht weit genug für gewisse "Lehren", was mich herzhaft lachen lies.
Das taucht immer wieder mal auf, nicht nur bei mir, das anderen erklärt wird wie es "richtig" ist, und ich gebs zu - ich hab das auch gemacht im Überschwang meiner Erkenntnisse.
Doch eines wird darin übersehen: Es ist das alte Spiel des Bewertens, des Unterteilens in richtig und falsch.
Du weißt noch nicht wie das ist -
Du bist nicht so weit -
Du hast noch einiges zu lösen -
Du muss noch lernen dass -
Du brauchst noch -
und so weiter.
Und es stimmt nicht. Weil es nur eines ist: Die Meinung desjenigen der das schreibt oder sagt. Nur das, und sonst gar nichts.
Ich weiß, das es nur meine Entscheidung ist wie "weit" ich bin - wobei das alleine schon ziemlich daneben ist, weil ein so und so weit sein ist auch nur Illusion.
Wir haben immer alles in uns, wir sind immer schon was wir sein wollen, nur - wir blenden gewisse Dinge aus, wir wollen manches eben auf bestimmte Weise erfahren, wir wollen nicht immer den geraden Weg sondern manchmal machen wir Schlenker in bestimmte Richtungen, und alles das ist absolut in Ordnung und es ist einzig und allein meine Sache.
Und genau so ist es meine Sache wann ich diese Erfahrungen für beendet erkläre, für mich, wann ich entscheide, es ist gut, es reicht, weitere Erfahrungen in einer bestimmten Weise brauche ich nicht, ich erkläre mich selbst hiermit für "fertig".
Ich Bin, oder, was mir besser gefällt, Ich Bins!
Das Lustige ist, dass damit alles sehr einfach und vor allem ... amüsant wird, weil man so genau sieht wie andere ihre Spiele spielen, wie sie agieren in ihrem Bewusstsein, und man weiß dass "ich selbst es nimmer brauche" und damit ist es wunderbar.
Und genau so kann ich alle machen lassen wie sie wollen ohne irgendetwas ändern zu wollen, ich beobachte es nur. Ich sage meine Meinung, ja, aber es ist immer nur eines - meine Sicht und meine Ansicht. Mittlerweile erkläre ich niemandem mehr etwas in Form von - du solltest oder wirst erst noch oder brauchst noch ...
weil alles das immer !! nur der Verstand ist. Es ist nicht das Sein, das da spricht, es ist der Verstand, es ist dieses Gitter aus allen möglichen erlernten Gedanken.
Meine Meinung sage ich allerdings auch, weil ich damit vielleicht manchmal etwas neues, anderes schreibe, sage, weil damit vielleicht was bewegt wird. Wenn jeder nur vor sich hinschweigt verändert sich wenig. Deshalb hat dieses Blabla (wie auch dieser blog) für mich durchaus seine Berechtigung. Ich hab dadurch ja auch vieles erfahren, auch wenn ich heute bei vielem meine eigene Sicht der Dinge habe. Ich wäre aber nicht da wenn andere nicht ihre Sicht öffentlich gemacht hätten und bin von daher dankbar für alles.
Namasté
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