Was ist ein Mensch ?

Veröffentlicht auf 11. September 2010

 

Ein Mensch ist ein Ausdruck eines Bewusstseins, und zwar ein Teil dieses Bewusstseins. Dieser Teil ist das, was die Bedingung für ein Leben hier ausmacht, dieser Teil ist das, was zurück geht und das ist der Tod des Körpers.

 

Und es ist ein kleiner Teil des Bewusstseins, es ist niemals alles, jedenfalls so lange bis der menschliche Anteil sich bewusst wird, sich öffnet, dafür, das er viel mehr ist als das, was hier ist. Damit erschafft der menschliche Teil die Möglichkeit für das Bewusstsein, das außerhalb ist, sich mit dem menschlichen Teil zu verbinden. Und das ist dann das, was Aufstieg genannt wird, oder, ich nenne es lieber Ausstieg – aus dem Kreislauf der Inkarnationen. Das ist der Weg in eine neue Vollkommenheit, Souveränität als völlig unabhängiges SEIN.

 

Ein Mensch hier nun hat in der Regel vergessen, was außerhalb ist, und das macht Sinn, denn würde er es wissen, hätte diese Erfahrung hier niemals die Tiefe und Intensität die sie hat. Sie wäre flach und oberflächlich, wenn dem Mensch klar wäre, das hier nur ein Teil dessen ist, was ER IST.

 

Stell dir vor, du wüsstest, bei allem was passiert, das DIR niemals was passieren kann, das DU immer sein wirst, das dir letztlich niemand was wegnehmen, niemand was antun kann, keiner dich ausnutzen oder be-nutzen. Okay, dein Körper kann zerstört werden, kann verletzt werden, doch du benutzt ihn sowieso nur für diese Erfahrung hier, danach legst du ihn ab, wie die Kleidung, die du ausziehst, wenn du abends ins Bett gehst.

Was glaubst du, wie würde dein Leben hier aussehen ?

 

Dieses Vergessen dessen was wir sind ist das Salz in der Suppe, ohne das alles fade wäre. Und deshalb haben wir den TOD erschaffen, denn wir waren so klug zu ahnen, das wir hier festhängen würden, hier bleiben wollen, so lange es nur geht, weil wir uns nicht mehr erinnern was sonst noch ist. Und TOD hat uns immer hier raus geholt, uns aus unserem menschlichen Gefängnis, denn das ist der Körper, befreit, wenn meine Essenz, mein Bewusstsein das außerhalb ist, es für angemessen fand.

Niemals war es anders. Das dann hier auf der Erde mich ein anderer bei einem Verkehrsunfall tötet, ist die Folge davon, nicht umgekehrt. Oder das mich eine Krankheit befällt, die nicht heilbar ist, oder ich sogar einem „Kunstfehler“ eines Arztes zum Opfer falle – alles dies dient dann dem Entschluss des Bewusstseins, sein Menschsein zu beenden, es sind die Helfer die hier in Aktion treten. Aber niemals hat ein anderer in der Hand was mit MIR passiert, nie, da gibt es keine Ausnahme. Auch ein Mörder bringt mich nur um, wenn mein Bewusstsein das so beschlossen hat.

Das sind die Entscheidungen die, man könnte sagen, von oben getroffen werden, von dem Anteil, dieser manchmal Höheres Selbst genannten Essenz die ICH BIN.

 

Und da kann Mensch nichts dran drehen, umgekehrt genau so. Wenn ich als Mensch nicht mehr hier sein will, und versuche dem ein Ende zu setzen, doch meiner Essenz erscheint sein Menchliches Sein noch wertvoll, weil es noch weitere Erfahrungen, Erkenntnisse zu erlangen gibt, wird es das nicht erlauben, und so kannst du mit dem Auto mit 150 kmh unangeschnallt an einen Brückenpfeiler rauschen und wirst es doch überleben ( so geschehen, der Mann war nur leicht verletzt).

Die Entscheidungen, die ich als Mensch treffen kann, sind : wie gehe ich mit mir um? Wie gehe ich mit den Erfahrungen um? Wie ist meine Sicht auf alles? Wie behandle ich mich und andere?

Die Erfahrungen hier dienen der Entwicklung des Mitgefühls, der Liebe in uns, der Akzeptanz und der Achtung und Ehre für jedes andere Wesen. Denn das ist, was wir nicht wussten, kannten. Die Erfahrungen hier sind so intensiv, von einer solchen Tiefe, sie treffen uns „bis ins Innerste“ und ja, genau dafür ist es erschaffen worden. Denn anders als durch die eigene Erfahrung lerne ich nichts, erzählen kann man mir viel, doch der Punkt ist immer gewesen: wie fühlt es sich an? Denn wir sind von unserer Essenz her fühlende Wesen. Und wenn ich weiß, wie es sich anfühlt, dann ändert das mich, meine Verhaltensweise. Wenn ich fühle, wie schmerzhaft es ist, hintergangen zu werden, werde ich es nicht mehr tun. Wenn ich fühle, wie verletzend Hohn und Spott sind, werde ich das anderen nicht mehr entgegen bringen. Wenn ich fühle, wie aufrichtiges Mitgefühl und Akzeptanz von anderen mich wieder in meine Mitte bringt, werde ich auch anders mit denen um mich herum umgehen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, für Erfahrungen und wir haben viele viele Leben in vielen verschiedenen Bereichen, und der Punkt ist einfach nur: wie fühlt es sich an?

Es ging niemals um Erfolg, das denken Menschen, oder um Macht – ein äußerst verführerisches Spiel, in dem manche mehrere Leben hängen bleiben, einfach weil Macht einen regelrechten Sog entwickelt hat. Es geht nicht drum viel Geld zu horten, sondern um die Erfahrung, wie fühlt es sich an, viel Geld zu haben, oder, das Gegenteil wie fühlt es sich an, keines zu haben?

 

Und dann gibt es da noch etwas:

Was als Mensch hier ist, ist EIN Ausdruck von fast unendlich vielen möglichen. Und die allgemeine Auffassung ist die, das jeder halt seinen Charakter hat, er ist so oder so, er hat diese und jene Eigenschaften. Hat er, klar. Aaaaaaaber.....

 

es ist immer nur ein Teil des Wesens, des Bewusstseins, niemals alles. Das was ich hier sehe, womit ich im Umgang mit anderen zu tun habe, ist immer nur eine Facette eines Seins, einer Essenz. Es ist ein winziger Teil, den ich hier wahrnehme, und Mensch, der ja im allgemeinen vergessen hat woher er kommt, glaubt nun, der- oder diejenige IST SO !

 

Weit gefehlt. Es ist eine Rolle, es ist ein Ausschnitt, es ist das, was hier gerade dient, was für dieses Leben ausgewählt wurde, es sind bestimmte Eigenschaften die kreiert wurden, vor dem Leben, damit eben gewisse Erfahrungen gemacht werden können. Keiner weiß warum ein anderer nun eben diese und jene Eigenschaften gewählt hat, doch wie gesagt, es ist nur ein Teil dessen, was jeder ist.

Wenn mir das klar ist, dann kann ich bei anderen über das hier offensichtliche hinaus sehen. Dann kann ich jeden als eben einen Ausdruck seiner Selbst anschauen, in dem Wissen, das er genau so alle anderen Facetten auch hat, unzählig viele, so wie ich und du auch. Jeder ist vollständig.

Ich bin in diesem Leben Frau, Mitte 50, mit 2 erwachsenen Kinder, doch ich war genau so auch Mann, ich war ganz „oben“ als König von Frankreich, und auch ganz „unten“ in Lumpen und am verhungern, ich hab viele viele Rollen gespielt, also, wie sollte ich nun sagen „ich bin so und so“ ? Deshalb sagt Adamus Saint Germain „I am that I am“ , Ich bin was Ich bin, weil wie sollte man jemals definieren, was man ist?

 

Und das gilt für jeden, und deshalb mag sich jemand hier und jetzt in der Rolle des Strengen oder Uneinsichtigen zeigen, oder als Opfer wiederfinden, und weiß selbst nicht mehr warum und weshalb es so ist, doch mit dem Öffnen des eigenen Bewusstseins ist es möglich, mehr wahr zu nehmen als das was ich da gerade vor mir habe.

 

So kann ich hinter jedem menschlichen Ausdruck erkennen, das ein vollständiges, großartiges Wesen dahinter steht, das für seine Erfahrung hier eben diesen Menschen erschaffen hat, ich kann es auf neue Weise achten, ich verstricke mich nicht mehr in kleinliche Meinungen, sondern weiß, das hinter jedem so viel mehr ist. Und damit wird alles sehr viel einfacher.

 

Das bedeutet auch, das ich das ganze vermeintliche Drama hinter mir lasse, weil ich erkenne, das die Erfahrungen von jedem so erschaffen worden sind. Denn alles hat seinen Ursprung, seinen Anfang IN MIR, nicht in den anderen. Die anderen kommen buchstäblich „ins Spiel“ um mit mir hier meine beschlossenen Erfahrungen auszuführen, zu erleben, und dabei ihre eigenen Erfahrungen zu machen – es passt alles perfekt zusammen. Andere dienen mir und ich ihnen.

 

Eine zuerst schwierige Erkenntnis ist, das alles, was ich erlebe, von mir selbst so erschaffen worden ist. Da nun jeder seine Herausforderungen, Probleme bis hin zu persönlichen Katastrophen hat, ist es wirklich ein großer Schritt dahin zu kommen, es als meine Schöpfung anzunehmen. Der Mensch ist empört und entrüstet, weil er sagt : DAS habe ich niemals so gewollt !!! und das stimmt. Der Mensch nicht – aber das Bewusstsein, die Essenz, deren Teil ich bin, hat es beschlossen. Weil sie erfahren will, weil sie wissen will, wie das ist. Ich weiß erst dann, was „heiß“ ist, wenn ich „heiß“ gefühlt habe und mir meistens buchstäblich „die Finger verbrannt“ habe. Vorher ist es etwas mir unbekanntes. Deshalb sind Erfahrungen wichtig. Was allerdings hier für den Menschen oft sehr schwierig ist, weil er unmittelbar drin steckt, weil er sich oft ausgeliefert fühlt, hilflos, allein, verlassen, vergessen, ungeliebt.

 

Es ist eine wirkliche große Herausforderung, zu akzeptieren, das ICH selbst das alles erschaffen habe und erschaffe. Der für mich einfachste Weg ist Akzeptanz von allem, was mir „passiert“, alles, was mir begegnet, widerfährt, in den Schoß fällt, vor die Füße oder auf selbige. Kein fragen warum, keine herumhadern, wieso das nun so und nicht anders gekommen ist....

akzeptieren, das es so ist, auch wenn ich, der Mensch, den Sinn darin nicht erkennen kann. In dieser Akzeptanz lösen sich die Fallstricke, in diesem Annehmen und JA sagen zu meiner Situation liegt die Lösung – sie ist tatsächlich im selbigen Moment gelöst.

 

Und in diesem sich öffnen, in diesem annehmen dessen, was mein Bewusstsein, meine Essenz erschaffen hat, beginnt die Einsicht, das Erkennen, das es alles genau so passend ist, was war, weil es mich genau dahin gebracht hat, wo ich bin. Und es ist nur von diesem göttlichen, schöpferischen Punkt aus zu verstehen, nicht vom menschlichen.

Die menschlichen Bedürfnisse sind völlig anders, die menschlichen Wünsche meistens auch, als das, was das ICH BIN, die Essenz, erfahren will. Doch sich dagegen zu stemmen führt nirgends hin – außer das mein Leben noch schwieriger wird. Doch wie oft wollen wir etwas nicht, das „vor unserer Türe steht“, weil es nicht das ist, was ich als Mensch haben will. Ich weiß wovon ich spreche, denn mein Leben war überhaupt nicht das, was ich, der Mensch, wollte. Weder beruflich, noch in Beziehungen. Nichts, außer meine beiden Kinder, war so wie ich es gerne gehabt hätte. Vom menschlichen Standpunkt aus ist alles „falsch“ gelaufen, könnte ich sagen. Doch von meiner göttlichen, übergeordneten Sicht aus war alles genau passend, wie es war, weil es mich dahin geführt hat, wohin es gehen sollte!

 

Heute weiß ich das, aber es gab eine längere Phase in der ich sehr damit gehadert habe, das von meinem menschlichen Standpunkt aus alles „schief gelaufen“ ist, meine Ehe, mein Beruf, den ich nie wollte, mein erstes Kind, das gestorben ist. Aber alles das löste in mir immer wieder die Frage aus, was ist dieses Leben? Und wir erschaffen uns unsere Wege durch unsere Fragen, weil die Energien sich danach ausrichten, die Fragen zu beantworten. Hätte ich einen Beruf gehabt den ich mag, hätte ich sicher Erfolg gehabt, oder hätte ich eine Beziehung gehabt, wie ich sie mir vorgestellt habe – ich wäre sehr beschäftigt gewesen und hätte nie danach gefragt, was dieses Leben ist.

Also hat sich mein Leben gerade durch die nicht-Erfüllung meiner menschlichen Träume auf diese Frage ausgerichtet, denn darum ging und geht es in meinem Leben: zu erfahren, was dieses Leben ist, mir bewusst zu werden, und letztlich wieder in mein gesamtes Sein einzutauchen. Denn das ist das Ziel jeder menschlichen Inkarnation:

 

irgendwann, wenn viele Leben mit vielen Erfahrungen gemacht worden sind, alles zu vereinen, sich bewusst zu werden, was ich bin, woher ich komme, und mich, den Menschen, dahin zu bringen sich der Essenz, meinem Bewusstsein, meinem ganzen Sein zu öffnen. Das ist der Punkt des Aufstiegs. Das ist das Beenden des irdischen Zyklus.

 

Und das kann nur der Mensch, er muss bereit sein sich selbst anzunehmen, er muss bereit sein, wach zu werden, und die Verantwortung für alles, was das eigene Leben ausmacht, zu übernehmen. Es erfordert Vertrauen ins eigene Selbst, völliges Vertrauen, und ein über jeden Zweifel hinaus gehen. Zweifel sind nur Konstruktionen des Verstandes. Da der Verstand das Göttliche niemals verstehen kann, weil ES so völlig anders ist, als der Verstand funktioniert, hat er natürlich alle möglichen Vorbehalte und versucht, dagegen zu steuern. Der Verstand will Beweise, doch die gibt es nicht, oder anders:

Beweise bekomme ich dann, wenn ich sie nicht mehr brauche – weil ich bereit war über meinen Verstand hinaus zu gehen. Aber zuerst muss ich bereit sein, mir zu vertrauen, muss bereit sein, entgegen aller Bedenken und Zweifel mir völlig zu vertrauen, und dann erst erfahre ich, das ich so viel mehr bin, als ich hier augenscheinlich zu sein scheine.

 

Und so ist der Mensch dann tatsächlich das Wichtigste, was ein Bewusstsein erschaffen hat, für seine Erfahrungen, für seine Vollendung als

 

souveränes, völlig unabhängiges, schöpferisches SEIN.

 

 

 

Geschrieben von Kristallherz

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