Übersättigt
Veröffentlicht auf 20. April 2012
Ich bin völlig übersättigt - mit all dem spirituellen Zeugs. Ich wundere mich über all diejenigen die noch voller Intensität weiter ihre ganzen Sachen posten, schreiben, bloggen. Manchmal fällt mir was auf - aber es wird immer weniger.
Ich hab keine Lust mehr, meistens.
Interessante Sache.
Ich stelle fest das mir keiner mehr was neues sagen kann, und 99 % von dem was so rumschwirrt interessiert mich nicht. Ich sehe so klar welche Freude die alle an ihren Spielen haben, an dem was sie wichtig finden, womit sie beschäftigt sind.
Ich will keinem mehr was "beibringen" oder erklären, nichts lehren oder nette Bildchen posten mit noch netteren Texten. Manchmal mach ichs einfach bloß aus Langeweile - aber nicht weil es mir wichtig erscheint.
Was will ich dann?
Ich bin dabei es heraus zu finden. Eigentlich nur eines - SEIN.
Machen, was im Moment ansteht, jetzt, aber keine Planung mehr, keine wie auch immer gearteten Vorstellungen, keine Erwartungen (hat mit warten zu tun, bloß warten - worauf?).
Sein im Moment. Wenn ich Hunger bekomme überlegen was ich möchte, etwas für mich kochen, und es genießen. Wenn ich müde bin mich ausruhen, dösen, atmen, schlafen. Wenn ich raus will, raus gehen. Wenn ich meinen Garten pflegen will, dann tue ich das.
Das ungewohnte daran ist - ich betrachte es nicht mehr als Arbeit, oder als "das müsste ich auch noch erledigen" - sondern ... hm, wie soll ich das beschreiben. Es ist einfach ganz anders, und das wurde es von alleine.Es ist fast so als sei ich neu eingetaucht in das was ich tue.
Ich staune wenn ich die Welt um mich herum anschaue wie geschäftig alle herumsausen, wie wichtig es alle haben, und wie sehr die alten Muster versuchen sich wichtig zu machen. Damit meine ich die althergebrachte Weise immer mehr Geschäfte machen zu wollen, anderen ihr Geld aus der Tasche ziehen, sich über andere bereichern, und auch die ganzen Angst-Aspekte die kräftig geschürt werden - eigentlich bloß um andere davon abzuhalten neue Wege zu gehen.Oder alles das wo es nur darum geht, selbst gut dazustehen.
Ich beobachte es, und fühle mich meilenweit weg davon. Es hat nichts mehr mit mir zu tun. Es ist ein bisschen wie im luftleeren Raum, aber nicht unangenehm. Haltlos, ja, absolut, aber nicht ängstigend.
Und eines verstehe ich auch - die Veränderung findet wirklich nur in mir statt - anders geht gar nicht.
hm .. mir gehen die Worte aus.
kann sein hier wirds still - weil es nichts mehr zu sagen gibt.
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