Tanzen mit dem was vor der Türe steht
Veröffentlicht auf 1. Dezember 2011
ist eines der "geflügelten" Worte, von Tobias und Adamus. Und grad hab ich verstanden, warum es so ist.
Tanzen mit dem was vor der Türe steht heißt, das ich das annehme, was da kommt, was mir begegnet, geschickt wird, manchmal auch in Form von Briefen, oder emails, oder wie auch immer.
Es bezeichnet das, was mir so all-täglich passiert, ob nun das Amt was von mir will oder etwas als Begegnung kommt, die auch mal ne Konfrontation sein kann, Anrufe, egal was. Meistens haben wir die Tendenz, wenn es Dinge sind, die wir als nicht so angenehm empfinden, sie wegzuschieben, nicht haben zu wollen. Bei manchen geht es so weit das sie unangenehme Post sogar wegwerfen ohne sie anzuschauen. Aber auch bei kleinere Dinge ist oft so ein - nee, ich will nicht - da.
Und das ist der Moment, wo die Energie stockt. Sie wird von uns blockiert, sie stagniert, fängt, sinnbildlich, an zu gären. Und wir wundern uns warum mal wieder rigendwie nix geht, wobei das eine mit dem anderen oft gar nichts zu tun hat. Aber wir haben an einer Stelle den Fluss der Energie blockiert und damit bildet sich ein Stau.
Deshalb ist es angemessen, mit allem "zu tanzen" was da kommt, egal wie ich es empfinde. Denn dann bleibt die Energie in Bewegung und manchmal verschwindet dann etwas Unangenehmes genau so schnell wie es aufgetaucht ist. Einfach weil alles fließt.
Und ein weiterer Effekt ist, das ich mich viel wohler fühle, wenn die Energien fließen. Wenn ich es eben nicht wegschiebe, wenn ich mich damit befasse, nachfrage, etwas erledige, was eben dann gerade getan werden sollte. Wenn ich es nicht vor mir herschiebe "das mach ich dann irgendwann mal ..." . Es hinterlässt ein gutes Gefühl, und das eben nicht nur, weil ich etwas getan habe, sondern weil ich die Energie am fließen halte, es laufen lasse und nicht abwürge. Damit fühle ich mich leichter, lockerer, heiterer. Das hat auch nichts mit Aktionismus zu tun, sondern eben mit der völligen Annahme der Dinge wie sie sind. In dem ich annehme, hab ich keinen Gegendruck erzeugt, der unweigerlich entsteht wenn ich mich gegen etwas stelle oder mit etwas hadere.
Doch dieses fliesen der Energien ist wichtig, es kommen dann, wie ich gerade bemerkt habe, andere Dinge dazu, es klärt sich, wenn es was zu klären gibt, es tun sich andere Seiten auf, oder plötzlich ist Unterstützung da.
Also, tanzen wir, wenn er dasteht, auch mit dem Wolf, hahaaa ... wer weiß schon was er für mich hat? Schließlich ist es immer meine Schöpfung in der ich bin, und alles gehört dazu, und zuweilen ist es ganz anders, als es scheint, wenn ich denn bereit bin es anzunehmen.
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