Ich bin erleuchtet II

Veröffentlicht auf 27. Dezember 2011

Auf den Artikel "ich bin erleuchtet" bekam ich folgenden Kommentar (Ausschnitt):

 

Aber, Adamus hat in seinem letzten Buch ja auch geschrieben, als viele Gäste Widrigkeiten mit Flugzeug, Bus hatten, um zu dem Veranstaltungsort zu kommen: IHR BRAUCHT DAS NICHT MEHR, es darf leicht sein, oder so ähnlich.
Das ist für mich noch nicht so ganz klar - was ist der Unterschied?

 

Gute Frage, ja. Was ist der Unterschied zwischen "alles so sein lassen wie es ist" und "Selbst erschaffen" ?

 

Für mich liegt das in meinem Verständnis von mir selbst. Alles so anzunehmen wie es ist, ist Vertrauen in mich zu haben. Und ohne dieses Vertrauen geht es nicht. Bewusst zu entscheiden wie etwas sein soll ist der nächste Schritt. Mache ich den zweiten vor dem ersten, werde ich wohl stolpern.

 

Wenn ich mich als Schöpfer fühle, wenn ich in mir wirklich das Empfinden habe, das ICH mir mein Leben erschaffen habe, mit allem was darin ist, dann habe ich es angenommen wie es ist. Wenn ich nicht damit hadere warum nun das eine oder andere nicht so ging wie ich (Mensch) es wollte. Wenn ich aufgehört habe zu fragen "Warum zur Hölle geht das nun wieder nicht wie ich will?" weil etwas, das ich mir so und so vorgestellt habe, eben so nicht läuft. Weil mir gesundheitlich was in die Quere kommt, oder mein Auto demoliert wurde oder eine geschäftliche Sache gar nicht in Schwung kommt.

Immer wenn so etwas passiert, habe ich eine bestimmte Vorstellung, und sehe mich darin enttäuscht. Und immer wenn sich meine Vorstellungen (Wünsche) nicht erfüllen fühle ich mich so gar nicht als Schöpfer, so lange ich glaube es anders "machen zu müssen".

 

Wenn ich die Dinge annehme wie sie sind ohne zu meinen, es müsste doch anders sein, bin ich aus dieser Falle raus. Das ist völlige Akzeptanz.

 

Doch natürlich kann ich auch entscheiden wie etwas sein soll - ich bin ja schließlich Schöpfer !

Nur, wenn ich von den menschlichen Vorstellungen ausgehe, werde ich wohl einiges anders erfahren. Das Schöpferische Sein, das ICH BIN, hat andere Maßstäbe als der Mensch. Und darin liegt die Diskrepanz.

Mensch möchte alles einfach, schön, möchte alles glatt und leicht, bloß keine Unannehmlichkeiten, usw.

Das Schöpferische möchte erfahren, möchte sich weiter ausdehnen, verändern, erkennen, und das geht meistens nicht wenn ich einfach nur im Liegestuhl in der Sonne liege und mir gebraten Tauben in dem Mund fliegen. Jedenfalls nicht, so lange ich in mir nicht ganz klar und tief das Gefühl habe, ICH BIN der SCHÖPFER.

 

Und wenn ich dieses Gefühl habe, dann interessieren mich bestimme menschliche Vorstellungen gar nicht mehr. Es ist mir gleich, weil es ist Kleinkram. Ich kann darüber lachen, ich kann es wirklich sein lassen wie es ist. Und  wenn ich verreisen will, kann ich für mich entscheiden, das ich absolut sicher, direkt und passend dahin komme, wo ich hin will. Was Adamus damit meinte, ist, aufhören, sich den Dingen ausgeliefert zu fühlen. Er führt dieses Beispiel an weil Mensch sagt: aber ich kann doch nichts dran ändern, wenn das Flugzeug Verspätung hat, wenn ich in einen Streik komme, oder in einen Stau. Und das ist sich den Äußerlichkeiten ausgeliefert zu fühlen. Ein Schöpfer weiß, das er das nicht ist. Und er entscheidet wie er etwas erfahren will.

Ich muss gestehen, ich weiß es zwar, aber ich vergesse es immer wieder. Weil wir so sehr gewöhnt sind, einfach nur auf das, was ist, zu reagieren, anstatt bewusst zu entscheiden. Und darauf wollte Adamus hinweisen.

 

Es geht nicht darum nun genau zu definieren "das Flugzeug ist pünklich" sondern einfach in sich das Gefühl zu haben, das alles passend sein wird um anzukommen, wenn ich z.B. zu einem Workshop will. Zu vertrauen, das sich alles genau richtig findet.  Selbst wenn etwas anders läuft - keine Bedenken, keine Ängste, sondern lächeln mit dem Gefühl " nun, wenn das jetzt nicht so geht, dann eben anders, es wird auf jeden Fall klappen".

Tobias hat das auch schon ausführlich erklärt, sein Beispiel war, wenn wir mit dem Auto in einer fremden Stadt unterwegs sind, und wo hin wollen. Nehme ich nun ein Navi, oder eine Karte, und suche und ver-suche mich zu orientieren? Und wenn dann das Navi ausfällt, was mache ich dann? Oder die Karte nicht mehr stimmt? Panik? wie komme ich jetzt da hin?

Oder kann ich mir vertrauen das ich genau da hin komme wo ich passend bin (ich sag extra nicht - wo ich hin will) ? Kann ich mir vertrauen das meine innere Stimme mich führt? Kann ich meinen Verstand beiseite lassen und fühlen in welche Richtung ich fahren sollte? Kann ich annehmen das vielleicht etwas ganz anderes, vielleicht aber viel passenderes oder größeres auf meinem Weg kommt?

Letzlich ist auch Adamus Aussage "ihr braucht das nicht mehr, es darf leicht sein" genau das: mir zu vertrauen, völlig, und mich nicht mehr darin zu verfangen das ich bestimmten Dingen ausgeliefert bin. DAS ist nicht schöpferisch.

 

Ein Schöpfer ist, wem klar ist, das es seine Wahl ist. Und eben auch annimmt, wenn er mal im Stau steckt - vielleicht weil er vorher nicht dran dachte, klar zu entscheiden wie er nun er-fahren will. Und darüber lachen kann ohne Gedanken, was denn nun wieder falsch war. (Bewertung!)

 

Nichts ist falsch, gar nichts, doch ich kann beginnen bewusst zu entscheiden, voller Liebe, voller Vertrauen, für mich.

 

 

 

 

Geschrieben von Kristallherz

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M
Ein schöner Artikel, wunderbar. Ich lese wirklich gerne hier... :-)
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K
<br /> <br /> Danke !<br /> <br /> <br /> <br />