Ich Bin ?

Veröffentlicht auf 21. Mai 2011

Ich hab ne Weile überlegt, ob ich das, was ich diese Woche wahrgenommen habe, hier schreiben soll, und wenn ja, wie. Weil es kaum zu erklären ist. Doch ich werde es mal probieren.

 

Ich hatte Besuch und wir unterhielten uns und ich erzählte von meiner früheren Arbeit beim Staat und wie das alles immer komplizierter wurde, immer mehr und mehr Strukturen, als wollten sie das Netz immer dichter weben, damit blos ja keiner raus kommt. Und da ich mir ne gehörige Portion Leidenschaft mitgebracht habe in dieses Leben rede ich auch mit dieser, wenn mich etwas bewegt. Mein Besuch meinte dann, ich würde da aber noch sehr drinstecken, ich solle das doch loslassen, es geht mich doch nichts mehr an, er fand das heftig wie ich mich noch damit identifiziere.

 

Identifiziere? oh, das fand ich nun gar nicht. Dass es mich ärgerlich macht, dieser aufgeblähte Amtsschimmel, der noch dazu ein Vermögen verschlingt, stimmt, doch das ich mich damit identifiziere, gar nicht. Ich lauschte in mich und stelle fest - nee, is nich.

 

Es dauerte noch ein Weilchen, bis ich wahrnahm, wie das ist. Wie ich hier ein Teil dessen bin, was ICH BIN und wie ich Energien benutze um etwas zu bewegen. Mein ICH ist nicht der Mensch der ich hier und jetzt bin. Mein ICH ist neutral und hat sich diesen Ausdruck hier (dieses Leben) erschaffen, um etwas zu bewegen. Und nutzt dazu die Energien, die es gewählt hat, dort, wo ICH meinte, da sollte sich etwas ändern.

Wie geschieht das nun?

Genau damit, dass dieser Ausdruck, Mensch, in gewisse Dinge hinein geht, wie in einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst, um zu erkennen, wie die Strukturen, und das sah ich immer wie ein Netz, immer dichter werden. Immer noch mehr Gesetze, noch mehr Vorschriften, noch mehr Vorgaben. Und weiter ist dieser Mensch so geschaffen, das er die Freiheit liebt, und somit das ganze wie eine Zwangsjacke empfindet, um dann daraus auszusteigen und es in mir zu verändern. Ich kann nichts verändern, das ich nicht annehme, es geht nur so.

Also habe ICH in diesem Ausdruck Mensch einige Dinge angenommen, um sie zu bewegen (weil es einfach immer nur ein Energie bewegen ist, jede Veränderung) und um das zu tun muss ich erst mal ärgerlich werden, sonst ist es mir ja egal. Wenn es mir völlig wurscht ist, dann verändere ich nichts. Wieso denn.

Für mich ist damit klar das ich gewisse Dinge einfach entsprechend ärgerlich, störend, einengend usw. empfinden muss - weil ich dann anfange sie zu verändern.

Wenn ich zufrieden bin mit was auch immer, werde ich einen Teufel tun von wegen was verändern - nee, dann will ich doch, das alles so bleibt wie es ist. Erst wenn ich unzufrieden bin, beginne ich zu verändern. Menschen sind so gemacht worden, von uns selbst. Und das ist der Grund warum einige ihre Komfortzone genommen kriegen, oder selber aufgeben, weil sie es nicht mehr ertragen, deshalb läuft es gar nicht so rund wie der Mensch es gerne hätte - um dieser Veränderung willen.

Nun kann man ja sagen, was hat das mit Akzeptanz zu tun, mit annehmen von allem, wie es ist?

Der Unterschied ist klein, aber fein.

Annehmen, Akzeptanz, das ist für mich es zu fühlen, und nicht mehr loshaben oder wegdrücken wollen. Doch dann muss ich bereit sein es zu fühlen - und dann kann eben durchaus ein Gefühl des Ärgers, oder sogar Wut darin enthalten sein. Macht auch nichts - denn, in dem Moment wo ich es annehme ist es schon bewegt, und löst sich auf.

So läuft das.

Wenn ich allerdings nun hier wäre und mich gar nichts berührt, gar nichts aufregen könnte - na dann würde sich auch nichts bewegen.

Und hinter der kleinen Mauer stehen heißt, das ich mich nicht rein ziehen lasse - und genau das wars, was ich fühlte: ICH bin neutral, ICH stecke da nicht drin, aber ICH habe einen Menschen-Ausdruck hier der fühlt, der intensiv fühlt, und da gehören alle Gefühle dazu, nicht blos Freude oder so - nee, alles, wirklich. Und in diesem Fühlen liegt die Annahme und Veränderung, weil ICH MIR dessen BEWUSST BIN.

 

Ich, alles was ich jetzt hier bin, fühlte so klar das meine Essenz, ICH eben, alles entsprechend hier erschaffen hat, um gewisse Dinge zu bewegen, um etwas zu verändern, in dem ich es so erfahre und fühle und annehme. Ich hab so klar wahrgenommen, wie mein ICH mit den Energien arbeitet.Nebenbei - deshalb sagte Tobias auch öfter - es geht nicht euch. Jetzt verstehe ichs.

Und das ICH ist mit dem Mensch hier nicht identisch, denn das ist nur ein winziger Ausschnitt dessen, was ICH BIN. Es ist eine einzige Facette von tausenden, die ICH habe. Und da musste ich lachen, wenn ich dran denke, dass wir meinen, wir würden jemanden kennen - lächerlich. Wir sehen immer nur einen winzigen Teil.

Ich fühlte darin auch wie perfekt es ist, absolut, meine Schöpfung  - und die von jedem anderen, und das jeder andere genau so göttlicher Schöpfer ist, ganz egal wie bewusst oder unbewusst er ist. Alles ist perfekt, ja.

 

Besser kann ichs nicht erklären, weil so vieles gefühlt ist, das ich auch gar nicht in Worte fassen will. Doch zum ersten Mal habe ich MICH als meine Essenz, als Mensch, als Bewusstsein, als fühlendes Sein, wahrgenommen, wie das mit dem Erschaffen eines Lebens ist, wie wir für uns gewisse Dinge hineinnehmen, ob für Erfhrungen oder um sie zu verändern, ist auch gleich-gültig, alles ist angemessen. Ich habe mein ICH wahrgenommen und den Schauspieler hier, grad so wie Adamus es im shoud sagte. Und auch das ich es ändern kann, alles, jederzeit.

Für mich ist eine neue Form meines Mir-selbst-bewusst-sein.

Geschrieben von Kristallherz

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