Erfahrungen
Veröffentlicht auf 28. Februar 2012
Leben - das sind Erfahrungen. Und das ist das einzige, worum es geht. Erfahren, wie es sich anfühlt, weil das Gefühl dabei ist die Essenz der Erfahrung. Es geht nicht um irgendwelche Dinge, die zu lernen wären, es geht nicht drum besser als andere zu sein und schon gar nicht darum, ein guter Mensch zu sein. Das ist Hypnose, die nur einem Zweck dient - andere besser unter Kontrolle zu haben, sie manipulieren zu können wie gewünscht. Das ist was Religionen heute (leider) machen - sie kontrollieren und manipulieren in dem sie den Menschen erzählen wie schlecht sie seien und was alles falsch ist und wie sie besser werden (sollen). Alles Mumpitz.
Allerdings ist auch das eine Erfahrung, eine in der ich mich minderwertig fühle, erfahre wie es ist sich schuldig zu fühlen, erfahre wie es ist in Zwängen zu stecken (weil ich ja so und so sein muss egal wie es mir dabei geht). Grandiose Hypnose, und mittlerweile hat es weltweite Ausmaße.
Es ist eines der zentralen Themen momentan. Erinnern wir uns an die Bilder der Eskalation wegen der verbrannten Koranbücher. Was für eine Hypnose - dass nicht mal ein Papierschnipsel auf dem ne Sure steht, vernichtet werden darf. Alle Achtung. Sehr kreativ und wirkungsvoll.
Oder - der Glaube an den Teufel, das Böse. Auch eine Erfahrung, sehr intensiv, sehr tiefgreifend. Und das ist worum es geht und deshalb lieben die Menschen auch ihr Drama. Drama ist immer eine sehr intensive Erfahrung, ein sehr intensives fühlen. Und bevor Menschen nicht fühlen, fühlen sie lieber Schmerz. Deutlicher Ausdruck sind die so genannten Borderliner, die sich selbst verletzen um zu spüren das sie leben.
Gott - das Bewusstsein, diese geistige Hoheit die jeder auch ist und hat, urteilt nicht. ES fühlt, und es fühlt alles ohne es zu bewerten wie wir Menschen es tun - nämlich als gut und schlecht, schön oder unangenehm oder ängstlich oder wie auch immer. Intensives Fühlen, das ist worum es geht, und manchmal ist dem Gott in uns anscheinend jedes Mittel recht. Er begibt sich in die unglaublichsten Erfahrungen hinein, für den Menschen oft schwierig und kaum auszuhalten. Und doch ist es immer nur eine Erfahrung, um die es geht.
Wenn ich mir das bewusst mache, sehe ich das Leben mit anderen Augen. Ich erkenne um welche Erfahrung es geht, auch bei anderen, und ich werde eines nicht mehr tun - sie davon abhalten. Weil wenn ein Sein eine Erfahrung machen will, wie käme ich dazu, es davon abzuhalten? Das ist unangemessenes Einmischen in die Hoheit eines anderen. Und das ist, was oft gemacht wird, weil jemand meint er wüsste es besser, oder weil er seine eigenen Dinge befriedigt haben will, oder... es gibt unzählige Gründe. Aber immer verstricken wir uns damit in die Erfahrungen von anderen, und wundern uns dann, wenn das eigene Leben kompliziert und immer schwieriger wird.
Tobias brachte als Metapher die kleine Mauer, hinter die wir uns stellen, um eben nicht involviert zu sein. Wir können alles wahrnehmen, alles beobachten, aber uns aktiv beteiligen? Das muss nicht sein. Und - es ist meine Wahl ob ich es tue oder nicht. Es ist keineswegs so das ich das muss. Keiner ist für einen anderen verantwortlich.
Ich bin für mich verantwortlich - völlig, aber das ist auch schon alles.
Es gibt Mitgefühl, und Mitgefühl ist auch den anderen so sein zu lassen wie er ist. Ihn nicht verändern zu wollen. Ihm nicht zu sagen wie er was zu tun hat. Und für mich selbst heißt das, bei mir zu bleiben, meinen Erfahrungen, und meine Entscheidungen zu treffen ohne auf andere zu schielen.
Und je weniger ich mich bei anderen einmische - desto weniger tun sies bei mir. Das der Weg zur Souveränität. Nach vielen Erfahrungen, wenn ich das Gefühl (!!) habe, es reicht, bin ich bereit weiter zu gehen, weil immer wieder die gleichen Erfahrungen zu machen wird sehr öde. Dabei gibts noch einen Haken, an dem wir gerne hängen bleiben:
Wir glauben, wenn wir eine Erfahrung immer wieder machen, bringen wir sie zu einem besseren Ende, zur richtigen Lösung. Solange ich davon ausgehe das ich das brauche. Das ist die Krux wenn wir glauben, wir müssten irgend wohin kommen. Doch das ist ein großer Irrtum dem auch viele Spirituelle Lehrer aufsitzen. Sie glauben, wir müssten irgendwas erreichen, können, lernen, um zu ... blabla, was auch immer.
Derartiges gibt es nicht. Alles was es gibt sind Erfahrungen die wir machen, und wenn es mir reicht, kann ich entscheiden, weiter zu gehen - über die Erde hinaus.
Wahrscheinlich liegts mit dran dass es ZU EINFACH ist, weil der Verstand es kompliziert haben will, weil Menschen glauben das es schwierig sein MUSS !
Und sie suchen und suchen Leben für Leben und hängen fest, weil sie meinen, es reicht nicht, sie sind nicht gut genug, sie sind noch nicht so weit weil sie nicht übers Wasser laufen können - sorry, das ist idiotisch.
Meine Entscheidung reicht aus, wenn ich vertraue, mir vertraue, wenn ich mit mir eins bis, und das heißt das ich auch über mich selbst nicht mehr urteile, sondern mich völlig annehme, so wie ich bin.
Und dann - und erst dann - beginnt sich alles zu verändern.
Leben hier auf der Erde, wurde erschaffen dass wir uns selbst erfahren können.
Damit wir verstehen wer wir sind, und damit ist nicht gemeint, das ich "gut" bin. Jede Erfahrung ist gleichwertig, jede, es gibt keine besseren oder schlechteren Erfahrungen. Es gibt keine richtigen und keine falschen Erfahrungen.
Es gibt nur - Erfahrungen. Fertig. Und wenn ich genug erfahren habe, kann ich weiter gehen.
Es ist so einfach. Es ist SO einfach.
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