Die Sache mit dem Vertrauen

Veröffentlicht auf 11. August 2010

Vertrauen in mich, sich selbst vertrauen, Adamus sagte mal: alle seine Begabungen bekam er nicht verliehen, oder hat dafür gekämpft, sondern er fing an sich selbst zu vertrauen.

soweit so gut.

Aber auch hier gibt es ungeahnte Tiefen, in die man steuern kann. Ich habs selbst erfahren, denn ich hab mir was kreiert ( nicht aus meinem menschlichen Sein heraus, sondern für mich als Mensch ist es einfach so passiert), wo ich nicht mehr weiter wusste, nicht vor und nicht zurück, und hatte keine Lösung. Es war etwas das allem widersprach was ich weiß, was ich lese oder von anderen höre, es war "verrückt", buchstäblich. Und ich konnte es nicht loswerden, weil mir dann mein Herz tatsächlich körperlich weh tat - also was tun?

 

Das ganze kam in Phasen immer wieder mal, über ca. 5 Jahre, und so auch am vergangenen Wochenende, und da hatte ich das Gefühl ich bin ganz nah dran, doch ich wusste immer noch nicht was das soll - und es machte mich konfus.

Und während ich es in Worte fasste, perlte die Lösung einfach so mit hinein.

 

Jeder hat ja seine Wahrnehmung, seine Erfahrung, und dann läuft es so, das wir uns mit anderen austauschen, fragen wie sie das sehen, weil wir irgendwo unsicher sind, weil wir nicht wissen, ist es so oder anders, wie sieht z.B. meine Freundin das, was stimmt und was stimmt eventuell nicht usw.

 

Bei mir war es so das ich eben diese völlige Diskrepanz hatte zwischen dem was ich fühlte, was mein Herz "gesehen" hat, und dem was außen ist, was andere sagen, was ich gelesen und gehört habe. Es passte nicht zusammen, war eher wie die beiden Pole einer Sache, wie die beiden Enden eines ausgedehnten Gummibandes. Und immer wieder passierte es mir, das ich mich gefragt habe, was da los ist, und damit kamen Zweifel auf - Zweifel an meiner Wahrnehmung, denn, wie kann das denn sein wenn ALLE ANDEREN was ganz anderes sagen?

 

Wie soll ich mir vertrauen wenn mein Gefühl so völlig anders ist als das was sein kann ?

 

Und inzwischen muss ich drüber lachen, weil alle diesen Fragen Verstandesspiele sind, und damit Illusion. Denn - es gibt keine Regeln, es gibt kein richtig und falsch. Was ich die ganze Zeit nicht bemerkt habe, war, das ich immer noch darin gefangen war zu glauben, es gäbe überhaupt irgend was das "richtig" sei und damit analog auch "nicht richtig".

Ich hab mir das so erschaffen, etwas wo ich mit dem Rücken an der Wand stand um genau das zu erkennen. Ich war immer noch in dem Glauben es könnte etwas geben, was nicht ins Bild passt. Ich war in diesem Gebäude, das der Verstand aufgebaut hat, gefangen. Und ich bin mir selbst dankbar das ich mir so was erschaffen habe, denn es war die Tür in die Freiheit.

 

Immer, wenn ich mich selbst gefragt habe: Stimmt das, was ich da wahrnehme? saß ich in der Falle, und - gottlob - bekam ich niemals bestätigt das meine Wahrnehmung stimmt, sondern meine Zweifel wurden von außen immer weiter angefacht, mein Dilemma wurde größer, und immer massiver. Und der Druck in mir stieg, und das ist der Antrieb es lösen zu wollen, oder zu müssen, und alles klärt sich wenn ich Klarheit wähle. Früher oder später.

 

Es gibt keine Regeln. Es gibt überhaupt kein richtig und falsch, und damit es gibt nichts was nicht stimmt, und also gibt es auch für Zweifel keine Grundlage - das alles ist eine Illusion. Wir sind dem Irrtum erlegen, das etwas wahr ist, wenn viele es gleich sehen, wir suchen die Wahrheit und viele glauben immer noch das es nur eine Wahrheit gibt. Es gibt so viele Wahrheiten wie es Menschen gibt, und der Knackpunkt ist, das der Verstand das nicht begreifen kann, weil er begrenzt ist.

Unser schöpferisches Sein, unsere Essenz ist aber unbegrenzt, absolut unbegrenzt. Und wenn wir dahin kommen wollen, unser unbegrenztes Sein wieder zu integrieren, müssen wir die Begrenzungen, mit denen wir üblicher Weise hier leben, überwinden.

 

Akzeptanz ist ein Weg dahin, völlig Akzeptanz von allem, damit umgehen wir den Verstand. Die Falle ist allerdings das er sich einschleicht mit solchen Fragen wie - bist du sicher das es so ist? kann das wirklich sein, dass.... usw., doch Akzeptanz ist, etwas einfach so sein zu lassen wie es ist OHNE FRAGE. Und das gleiche gilt fürs Vertrauen.

Natürlich kann ich mir vertrauen, völlig, immer, weil für MICH ist es so, und damit IST ES SO !

Vertrauen und Akzeptanz gehören zusammen, gehen Hand in Hand.

Zweifel sind ein Spiel des Verstandes, und immer, wenn sich so eine Frage einstellt weiß ich jetzt, das ist mein geliebter Verstand, er weiß es nicht anders, und so kann ich ihn ehren und sagen: ist schon gut, aber weißt du, alles ist möglich! Es gibt keine Regeln.

 

 

Geschrieben von Kristallherz

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