24.07.2010
Veröffentlicht auf 24. Juli 2010
Es regnet und ist kalt, 20 Grad kälter als vor 2 Tagen, extrem. Und das triffts grad überall - mir erscheint alles ziemlich am ausufern oder eben extrem.
Egal wo man hinschaut, es ist alles übertrieben. Wenn ich blos in einen Supermarkt schaue was dort an Waren rumsteht, was da alles angeboten wird - für mich ist das Irrsinn. Ich möchte überhaupt nicht wissen, was davon weggeworfen wird. Wir produzieren wie die Blöden, damit es im Müll landet. Und es reicht immer noch nicht, noch mehr Umsatz, noch ne Steigerung - was glauben die eigentlich wohin noch ???
Für mich ist es ziemlich kurzsichtiges Umgehen mit allen Ressourcen, egal ob Lebensmittel oder sonstige "Bodenschätze". Und das Erdöl - ein Kapitel für sich.
Alte Energie, buchstäblich. Sehr alte Energie, die benutzt wird um Politik zu machen, die für das Horten von Geld benutzt wird, die die Umwelt einnebelt und uns die Sicht, vielen jedenfalls.
Wenn ich mir vorstelle wie viele Tonnen davon jeden Tag auf der Erde verbrannt werden - alle Industrien auf der Erde, alle Fahrzeuge, Flugzeuge, Schiffe, in Asien, in Europa, Amerika, ......
Es ist unvorstellbar. Und kein Ende in Sicht.
Doch es wird sich ändern müssen. Aber weil damit immer noch viel Geld zu verdienen ist, hat weder die Politik noch die Produzenten ein Interesse daran eine neue Energiequelle zu finden, die womöglich frei zu nutzen wäre.
Für mich siehts so aus: entweder wir Menschen ändern freiwillig was, oder es wird geändert.
Dieses Leck im Golf von Mexico war ein Aufmerksam machen, ein ins Bewusstsein bringen, doch wahrscheinlich wird es gleich vergessen sein wenn es tatsächlich abgedichtet ist. Und dann meint Mensch, wir machen einfach so weiter - doch so wird es garantiert NICHT laufen. Es wird andere und heftigere Probleme geben, wenn die Menschen nicht anfangen, ihr Leben den Veränderungen anzupassen. Im Inneren wissen sie es, das sich was tut, aber es ist so menschlich die Augen zu schließen und zu meinen, wenn ich es nicht sehe, dann ist es nicht da.
Und all die unendlich vielen Waren die herumliegen und drauf warten, verkauft zu werden um des Geschäftes willen - dafür wurde schließlich die Werbung erfunden, damit man Dinge verkaufen kann die zwar keiner braucht, in Massen die auch keiner braucht, ständig was neues, blos um das Geschäft anzukurbeln........
Also ehrlich, ich finde das ganze Leben sowas von verdreht, verrückt, und wir sind kaum in der Lage noch die Übersicht zu haben. Und ich frage mich wozu das alles ?
Es ist alles zu viel, viel zu viel, und wir ruinieren uns damit selbst. Denn das sollte inzwischen jeder kapiert haben:
wir haben hier nur diese eine Erde, es gibt kein Ersatzteillager, und wir sitzen alle im selben Boot, egal wo wir sind.
Es wird Zeit Verantwortung für die Erde zu übernehmen, und da kann ich für mich entscheiden ob ich den Konsumblödsinn mitmache, oder ob ich bewusster entscheide, was ich wirklich brauche. Es ist nicht viel.
Und ich rede nicht von Einschränkungen, nicht davon sich nichts zu gönnen, doch wie viel nimmt man beim einkaufen mit, einfach weil es grad im Angebot ist oder ich es eben irgendwann mal brauchen könnte ??
Da ich nun schon ne Weile mit wenig Geld umgehe, stelle ich fest, was ich alles NICHT brauche, und noch etwas:
es ist total entspannend, zu wissen, das ich viel weniger brauche, als ich immer dachte, denn ich war auch so das ich dies und das mal eben mitgenommen habe - es stapelt sich dann blos zu Hause, liegt teils ewig nur rum bis es benutzt wird, wenn überhaupt. Und so ein Verhalten ist ziemlich einfältig.
Doch das muss mir erst mal bewusst werden.
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