Mitleid bekommt man geschenkt

Veröffentlicht auf 24. Juni 2014

und Neid muss man sich verdienen - ein Spruch von Robert Lemke, doch ich mag es so weniger.

Harald Glöökler hat es anders gesagt: Neid bekommt man in Deutschland relativ günstig. 

Das finde ich witzig und passend. 

 

Mitleid ist etwas, das Opfern zusteht, es ist zwar auch Energie, die fließt, doch von einer Art die ich nicht haben möchte. Zwar ist Energie erst mal neutral, aber als Mitleid "gepimpt" eben anders, und nix was mir dient. 

Anerkennung ist etwas anders. Entweder hat es damit zu tun, das ich Rückgrat habe, was heißt, ich beuge mich nicht wenn andere das wollen, oder ich gehe meinen Weg ohne Kompromisse, oder derartiges. Verdienen brauche ich mir Anerkennung nicht - die gibt es auch geschenkt. 

 

Wie oft glauben Menschen (vorzugsweise Frauen) sie sollten umgänglich sein, sollten sich anpassen, sollten mit dem Strom schwimmen, wie immer man es ausdrücken mag. Und doch haben meistens die unsere Achtung, die sich um nix scheren, die sind wie sie sind, die sich nicht anpassen, und nicht mit dem Strom schwimmen. Oft bewundern wir diese, ganz einfach weil sie sich etwas trauen was wir uns (oft) nicht trauen. Conchita Wurst ist da auch ein Beispiel - und der Erfolg kam, wenn auch nach einigen Anläufen. 

Anerkennung hat mit Achtung zu tun, und die sollte immer da sein - auch bei denen die nach Mitleid aussehen - Opfer, anscheinend jene die Unterstützung brauchen, was nicht so ist, aber eines hat jeder, egal was er tut oder getan hat, verdient: meine Achtung, und kein urteilen, und somit auch kein Mitleid, denn das ist die dunkle Seite von Anerkennung. 

Geschrieben von Kristallherz

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