Es gibt keinen Gott

Veröffentlicht auf 14. Mai 2013

Jedenfalls nicht das, was in der Vorstellung von so vielen ist. Der himmlische Vater, der alles sieht, der alles weiß, der unser Schicksal lenkt, den wir demütig anflehen müssen damit wir Gehör finden, dem wir gefallen müssen in dem was wir tun und so weiter.

DAS ist ein menschliches Konzept, erfunden hier auf der Erde, und benutzt um Menschen zu manipulieren. Eigentlich eine grandiose Erfindung - jemand imaginären der allgegenwärtig ist, selbst in der dunkelsten Ecke und am Ende der Welt, der dich immer beobachtet und alles was du tust registrierst. Doch dann kam der unangenehme Teil - weil Menschen so sein mussten wie er es wollte, angeblich.

Adamus Saint Germain sagte mal, es wäre einfacher keinen Gott zu haben um ein Verständnis für unser wahres Sein zu entwickeln. Stimmt.

Ich sage, Gott  (zumindes dieses Konzept von ihm das heute existiert) verhindert mein erwachen. Warum?

Weil ich dann alles nach Außen projeziere - da ist ja einer der für mich sorgt (wenn ich brav bin), der was von mir will (dass ich seinen Regeln folge) und so hab ich Probleme bei mir selbst anzukommen.

Außerdem - wie viele gibt es die sich an alles halten und dennoch läuft manches schief? Siehe Nat Flanders bei den Simpsons - köstlich in Szene gesetzt. Da kommen dann die Fragen, wie kann Gott das zulassen, wie kann er mir das antun - und die prompte Antwort, er will dich prüfen - was für ein Bullshit!

 

Meine Version (sehr einfach und komprimiert) ist die:

Alles war eines - eine Einheit, die sich in einem Moment fragte: wer bin ich ? Und dieser Moment war eine Art Urknall, unvorstellbar viele Teilchen schossen hinaus, um sich auf den Weg zu machen zu erfahren "wer bin ich?". Das ist, was Tobias meinte mit durch die Feuerwand gehen, Zuhause verlassen. Doch dieses Zuhause existiert nicht mehr, es hat sich geteilt, und jeder ist ein Teil davon .Alle zusammen (alle Menschen und alle die noch keine Menschen waren) sind wir Gott.

 

Nachdem sich alles geteilt hatte, waren wir im Nichts, in einem absolut leeren Raum - denn es war noch nichts erschaffen. Mit unserem ersten eigenen Atemzug begannen wir zu erschaffen, doch da war noch keine Materie, für lange Zeit. Das ein Kind heute hier ankommt wenn es seinen ersten Atemzug macht, ist die Analogie dazu, denn mit dem ersten Atemzug kommt ein Sein in den Körper, nicht vorher. Vorher bestehen Verbindungen, doch tatsächlich hier herkommen - dazu braucht es unseren eigenen Atem. (ne Abtreibung tötet also niemanden).

 

Und dann sind wir hier um zu erfahren, uns zu erfahren, die Antwort auf die Frage in uns: wer bin ich, zu finden.

Wie sollte das gelingen wenn ich an Gott glaube wie ihn Religionen erklären. Das wird nie was. Ich muss mich von diesem Konzept lösen wenn ich den Blick frei haben will.

 

Vielleicht verändern die Religionen in den kommenden Zeiten dieses Konzept, ich weiß es nicht. Das wohl intensivste Problem bei Religionen ist, dass es einen Berg Schuld anhäuft. Sich daraus zu befreien ist ne Herausforderung, weil es tief sitzt, in uns, im Massenbewusstsein. Und mich macht es manchmal wütend, wenn ich sehe, wie viel Angst Menschen vor dem Sterben haben, einfach weil sie die Bestrafung fürchten. Meine Güte. Dabei ist das alles eine Illusion.

 

Früher oder später wird jeder da raus finden, jeder der es will. Dieses Konzept Gott hat mit Macht zu tun, Macht über andere, sie zu manipulieren, sie nach eigenem Gutdünken zu benutzen. Das soll Gott sein?

 

Früher oder später wird jeder den Gott in sich finden - da ist er nämlich. Es ist meine Seele, meine Essenz, mein Ursprung. Die Verbindung ist mein Herz, niemals mein Kopf, nicht meine Gedanken, sondern meine Gefühle. Und wenn ich mich aus dem Konzept Gott gelöst habe, erkenne ich, was ES wirklich ist.

 

 

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Geschrieben von Kristallherz

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