Veröffentlicht auf 2. Dezember 2016

Erlauben, ein Begriff der immer wieder auftaucht. Und sicher macht sich mancher Gedanken und fragt sich, wie das denn nun "richtig" geht, weil sonst sollte sich doch mehr bewegen, verändern, warum tut es das so zäh oder gar nicht?

Ich bin mir sicher, dass Erlauben nur dann fließt, wenn es ein "bedingungsloses erlauben" ist. Und damit meine ich, alles anzunehmen was sich in Bewegung setzt, alles. Und da ist wohl ein Haken, oft.

Ich erlaube - na klar erlaube ich, sowieso! Doch dann schleichen sich so Gedanken ein wie "hoffentlich ist es dann auch so wie ich möchte" oder "hoffentlich setze ich damit nicht was in Bewegung was schwierig ist" oder ähnliches. 

Es ist dann - ich erlaube, aber .... Und das wird so nichts. 

Für mich ist erlauben wirklich ALLES Erlauben, alles, ganz egal wie es auch aussieht. Selbst wenn alles auseinander fällt. Und da trifft sich Erlauben mit Vertrauen, völligem Vertrauen in mich. Ohne dieses Vertrauen, in dem wirklich alles sein darf, auch wenn mein Körper scheinbar völlig aus den Fugen gerät, schmerzt, spinnt, oder mein Verstand aussetzt - was lustig sein kann wenn man zum Beispiel statt des eingekauften Käses den Kassenbon in den Kühlschrank legen will, oder sich die Lesebrille aufsetzen will und völlig vergessen hat das auf der Nase noch die Brille fürs Autofahren thront und 2 übereinander nun mal nicht passen wollen. Ich kann über sowas lachen, derlei häuft sich, und ja, was soll´s. 

Doch man muss ehrlich sein, wenn sich da Ängste einschleichen, und seien sie noch so leise, (und ich schwör, die kommen auf Zehenspitzen) tritt man damit auf die Bremse. 

Erlauben heißt, das Ergebnis anzunehmen, egal was sich zeigt. Erlauben ist, wenn ich mir selbst vollkommen vertraue, und aufhöre mir Gedanken zu machen. Erlauben ist, wenn ich über das, was nach menschlichen Begriffen "schief" läuft, lachen kann ohne es ernst zu nehmen. Erlauben ist, nichts zu planen und nicht auf ein bestimmtes Ergebnis zu warten. Erlauben ist auch etwas völlig anderes als jemals erwartet, anzunehmen, ohne gleich wieder zu fragen ob was nicht stimmt, egal wie verrückt, seltsam, komisch, merkwürdig es ist, wie Gefühle die ich niemals so hatte, Wahrnehmungen die ich so bisher nicht kannte usw. 

Erlauben - gerade da ist es wichtig nichts zu bewerten, von wegen gut und schlecht, oder das wollte ich und dies nicht. Das ist Kontrolle, und damit Beschränkung. 

Erlauben ist völlige Freiheit, in allem. 
 

Erlauben

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Geschrieben von Kristallherz

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