Veröffentlicht auf 23. April 2016

Ich hab mir eine Gürtelrose angelacht, nicht so ungewöhnlich gerade bei Frauen über 60. Und eine Freundin meinte dazu, das sei ja wirklich Pech und ihr Mann war auch damit geschlagen ...

Ich empfinde es überhaupt nicht so, weder dass ich damit geschlagen bin noch dass es Pech ist. Ich weiß von vielen Dingen, die mir "widerfahren" sind dass sie genau passend waren, dass sie mir sogar auf wundervolle Weise gedient haben. Und das wusste ich schon vor vielen Jahren.

Damals habe ich mir den Knöchel gebrochen, war dadurch 8 Wochen krank geschrieben, und das war im Juli und August, und ich wünschte mir die Wochen davor so sehr dass ich mal einen längeren Zeitraum ausschlafen kann, weil ich einfach fertig war (heut nennt man es Burnout). Und dieser Sommer zuhause, mit nichts tun können weil an Krücken war besser als jede Kur.

2005 habe ich durch ein Myom, dass sich gelöst hat, sehr viel Blut verloren, der Arzt meinte, es seien mindestens zweieinhalb Liter gewesen, das war wohl knapp. Das Myom war in einer kleinen OP in 10 Minuten entfernt, ohne Probleme, und das Geschenk darin war für mich dass ich einen tiefen Einblick in die Bereiche außerhalb der Erde bekam, was eine tiefgreifende Veränderung bei mir ausgelöst hat.

Seit dem ist mir so klar wie Krankheit und sogar ein Unfall uns dient, und ich hab nie wieder bei was auch immer das Gefühl es ist Pech, ein Unglück, oder Drama, weil ich weiß dass nichts ohne Grund geschieht, weil es ja meine Schöpfung ist, und somit immer passend. Egal was auf der Körperebene gerade los ist - letztlich dient es mir.

Und -

ich glaube es ist wichtig wie ich die Dinge betrachte. Wenn ich es als schlimm, als Drama oder sogar Strafe betrachte, habe ich sicher keinen Blick dafür wie es mir dienen kann. Damit ist die Chance vertan etwas zu erfahren, zu erkennen. Außerdem wird es damit noch schwieriger, wenn ich hadere, warum und wieso nun das wieder geschehen ist und so weiter. Damit bin ich ja im Widerstand, was es nicht besser macht. Ich halte auch gar nichts von kämpfen, gegen die Krankheit oder um die Gesundheit.

Wenn ich es einfach als Teil meiner Schöpfung, meines Lebens betrachte, annehme so wie es ist wobei ich keineswegs wissen muss worum es geht oder warum das nun aufgetreten ist, wie bei mir die Gürtelrose, bleibe ich entspannt, und damit kann sich die Energie besser bewegen, leichter, schneller. Denn jede Krankheit ist immer eine festsitzende Energie, die endlich bewegt werden will. Das gilt auch für Unfälle, da ist es ein schlagartiges Bewegen von Energien.

Es kann jeder für sich entscheiden wie er damit umgeht. Ob er dem Körper vertraut, ob er annehmen kann oder will.

Ich vertraue meinem Selbst, meiner Essenz, meiner Seele, völlig. Sie weiß schon was sie macht, will, und alles ist in Ordnung für mich.

Ansichtssache

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Geschrieben von Kristallherz

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Veröffentlicht auf 8. April 2016

Unfähig zur Akzeptanz?

Für mich ist es ein Phänomen der ach so aufgeklärten, westlichen Welt - die Unfähigkeit Dinge zu akzeptieren und vor allem, immer einen Schuldigen haben zu müssen.

Gerade sieht man wieder die Empörung weil es (im Moment jedenfalls) keinen Prozess für das Desaster bei der Loveparade gibt.

Immer MUSS einer Schuld haben, heute, hier, weil man ja sonst keine Ruhe finden kann ... wieso nicht? Ich verstehe es nicht. Wenn etwas wie so ein Unglück geschieht, was ändert es denn noch wenn irgendwer "schuldig gesprochen" wird, denn genau das ist es.

Wird dadurch irgend etwas rückgängig gemacht? Alles was geschieht, (und ja, das steht ja auch jedem zu) jeder der mit Unglücken in seinem Leben hadert verfestigt es damit in sich, macht es größer und größer und leidet darunter. Letztlich leidet er genau darunter, es nicht akzeptieren, nicht annehmen zu können, und nicht an dem Unglück selbst.

Das lernt uns niemand, Dinge, die geschehen sind, zu akzeptieren, anzunehmen, und damit da zu lassen wo sie hingehören - in der Vergangenheit. Dinge, die waren, sind Vergangenheit, und propagiert wird immer daran festzuhalten, "gegen das Vergessen".

Heute ist es ja schick zu kämpfen wie blöd, ja nicht aufgeben, egal wie aussichtslos etwas ist, wir bekommen dauernd suggeriert "alles ist machbar". Wir bekommen Gehirnwäschen durch die Medien nur ja immer alles zu tun, um Recht zu bekommen, um Schuldige dingfest zu machen, und so kann ich mein Leben auch verbringen, ja. Im Leiden dessen was mir ja schreckliches widerfahren ist.

Aber was mache ich damit wenn irgendwann die Erkenntnis durchsickert, dass jeder sein Leben selbst erschafft, und zwar alles? Wird schwierig.

Für mich ist Akzeptanz eine der wichtigsten Veränderungen zu einem deutlich enspannteren Leben. Akzeptanz von allem, wie es ist.

Das heißt, nicht mehr kämpfen, sondern es hinter mir lassen, weil daran erkenne ich, ob ich wirklich akzeptiert habe - wenn ich es nicht mehr mit mir herumschleppe und wenn ich es nicht mehr verändern will! Akzeptieren löst die festsitzenden Energien, und das kann eine enorme Erleichterung sein.

In der Gesellschaft allerdings ist so etwas gar nicht gut angesehen. Was, wie??? Wie kannst du nur ... (nach vorne schauen und nicht im Leid versinken, zum Beispiel).

Das war vor Jahren so und ist es oft immer noch, Ausnahmen sind selten, zeigen sich allerdings zuweilen, was mich freut. Wie der junge Vater dessen Frau bei den Anschlägen in Paris ums Leben kam. Ein ergreifender Brief, so ganz anders.

Dinge, die geschehen, können wir nicht ausmerzen, nie. Es wird immer Unglücke geben, Unfälle, persönliche Dramen, wie Krankheiten etwa. Was wir aber sehr wohl ändern können, ist unser Umgang damit. Und mit die größte Veränderung ist die Akzeptanz der Dinge, wie sie sind.

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Geschrieben von Kristallherz

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