Veröffentlicht auf 18. März 2012

Das mit der Akzeptanz ist sone Sache. Sieht einfach aus, isses aber nicht.

Die Dinge akzeptieren wie sie sind hört sich gut an, ja, und ist die Voraussetzung etwas zu ändern. Solange ich nicht akzeptiere was ist, kämpfe ich gegen Windmühlen. Schwierig, mühsam, wenig erfolgreich. Ich hab das früher schon erfahren. Gefühle z.B. ändern wollen geht nicht wirklich in dem ich dagegen ankämpfe. Meistens passiert das Gegenteil - es wird schlimmer. Druck erzeugt Gegendruck. Mit je mehr Druck ich versuche etwas zu ändern um so größer wird der Druck in mir. Also anders - zuerst mal akzeptieren was ist, genau so wie es ist.

Doch das ist die Herausforderung.

Nehmen wir den Körper. Habe ich irgendwo Schmerzen, kann ich sie ablehnen, bekämpfen, doch damit werden sie meistens schlimmer. Akzeptanz von allem wie es ist, heißt, sie anzunehmen. Gut. Doch dann kann folgendes passieren, wie einer Freundin vor Jahren: Sie sagte mir, "ich hab die Schmerzen angenommen, doch sie sind nicht weg".

Und das ist was eben nicht geht - annehmen mit der Erwartung das es verschwindet. Weil das keine Akzeptanz ist!

Akzeptanz ist, es genau so anzunehmen wie es ist, ohne es ändern zu wollen.

Das ist Akzeptanz.

 

Anderes Beispiel: Ich habe zugenommen, fühle mich nicht wirklich wohl damit. Komme mir vor wie im falschen Körper, denke, das bin ich nicht. Ich will das wieder loshaben. Wozu soll ich das mit mir rumschleppen? Sieht auch nicht doll aus.

Akzeptanz in diesem Fall wäre, meinen Körper so zu lieben, wie er ist. Meine Pfunde, meine Rundungen, alles. OHNE den Gedanken im Hinterstübchen, ihn ändern zu wollen.

Zu meinen, ich akzeptiere jetzt mal wie ich bin damit ich dann endlich an Gewicht verliere - das wir nie was. Da warte ich bis zum Sanktnimmerleinstag.

Mich anzunehmen wie ich bin, meinen Körper genau so anzunehmen wie er ist,OHNE IHN ÄNDERN ZU WOLLEN - DAS wäre Akzeptanz. Zu fühlen, ja es ist okay so, genau so wie es ist. Ja, es wird wohl einen Grund haben, sonst wäre es ja anders. Weil ich der Schöpfer bin. Auch meines Körpers. Den hab ich nicht verpasst bekommen. Es ist meine Schöpfung. Mich im Spiegel anzuschauen und zu sagen - ja, ich bin genau so wie ich bin in Ordnung. Ja, das alles gehört zu mir. JA, das ist alles meine Schöpfung.

Und jeden Gedanken daran, es verändern zu wollen, anders haben zu wollen, weg zu lassen.

Völlige Akzeptanz ist das Gefühl, das alles so, wie es ist, in Ordnung ist.

 

Und dass ist der Punkt wo ich sehr genau erkennen kann, ob ich etwas wirklich akzeptiere wie es ist.

So lange da noch ein Aufschrei in mir ist - neiiinnn, so will ich das aber nicht, bin ich von Akzeptanz noch weit entfernt.

Erst wenn ich mir gar keine Gedanken mehr drüber mache, weiß ich, das ich es wirklich akzeptiert habe. Es ist wie es ist - alles. Das ist das loslassen (und reden wir nicht immer davon, Probleme zu LÖSEN?) - buchstäblich.

Doch mich selbst belügen bringt dabei nichts.

Wenn es nicht so läuft wie ich es will, weiß ich, das ich da noch nicht wirklich bei mir und in mir angekommen bin, in völliger Akzeptanz.

 

Heißt das nun nie was ändern zu müssen? Ja, genau, weil sich alles in der Akzeptanz von alleine ändert, mir entsprechend, weil alles mir dient. Das betrifft allerdings nur mich, nicht die anderen. Und daher kommt es wenn Adamus sagt, ihr strengt euch viel zu sehr an, und, Akzeptanz ist das ultimative Mitgefühl. Und da findet sich auch das, was neue Energie genannt wird - eben genau da wo ich nicht in dem "machen-müssen-Modus" bin, und deshalb ist sie so schwer zu verstehen.

 

Walten_1.jpg

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Geschrieben von Kristallherz

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Veröffentlicht auf 11. März 2012

damit, was zu tun oder etwas geschehen zu lassen.? Wie ist das mit Wählen, entscheiden und völliger Akzepteanz und Vertrauen?

Wenn ich mir vertraue und alles akzeptiere - ja dann brauche ich doch gar nichts mehr machen? Mich nirgends "einmischen",

Oder ?

Aber ....  was ist damit wenn ich etwas sehe, mitkriege das mich aufwühlt, ärgert, ich ungerecht, unpassend finde? Dann brauche ich also nie was sagen, nie mich einmischen, nie was ändern?  Das ist eine Einstellung die weit verbreitet ist, auch weil es immer heißt es ist ja nur meine Resonanz usw. - also wenn ich ganz in meiner Mitte bin dann berührt mich ja gar nichts mehr  und so weiter.

 

Zu kurz gedacht.

 

Was bleibt noch hier wenn ich mich von gar nichts mehr berühren lasse? Wenn ich so balanciert bin das ich immer völlig ruhig und völlig "lieb" bin?

Ich meine das ist auch nichts weiter als eine Vorstellung die wir haben. Mich gar nicht mehr berühren lassen heißt, das ich nicht mehr fühle, weil wenn ich fühle, was um mich ist, dann bin ich berührt. Das eine geht nicht ohne das andere.

Die Frage um die es geht ist eine andere: wie gehe ich damit um ?

 

Ich kann alles fühlen, jedes Gefühl, ganz wurscht wie es ist - ob Ärger, Wut, Freude, Liebe, Ohnmacht, einfach alles. Es zu fühlen ist teilnehmen, ist leben. Nichts mehr zu fühlen ist Tod.

Nur - wenn ich fühle, dann ist der Punkt, wie gehe ich damit um ?

Zuerst - nicht bewerten ob etwas gut oder unpassend oder schlecht ist.

Alles ist.

Zweitens - wenn ich das GEFÜHL habe ich sollte etwas dazu sagen, etwas tun, dann auch entsprechend handeln - ohne (und nun kommts) ohne mir Gedanken darüber zu machen ob es Folgen für mich oder andere haben könnte und was für Folgen es haben könnte oder ob es angemessen ist oder was die anderen dazu meinen ... das ist alles Verstandesblabla.

 

Mich aus allem rauszunehmen und keinerlei Gefühle zu haben - nee, dann kann ich genau so gut gehen. Was soll ich dann noch hier?

 

Also - für mich geht es niemals darum völlig ohne alle Gefülsschwankungen (wir nennen es nun mal so) zu sein, ohne jedes hoch und runter, links und rechts, hell und dunkel.

Sondern - für mich geht es darum alles wahrzunehmen, ohne mir irgendwelche Gedanken respektive Sorgen zu machen, ohne zu meinen ich müsste oder sollte - außer ich fühle es so. Und wenn ich fühle ich sollte ... dann es auch tun.

Wie oft haben wir gehört - fühlt und richtet euch nach eurem Gefühl. Lebt euer Gefühl.

 

Es hieß nie - seid absolut gleichförmig immer gut drauf,  immer nur Liebe, immer nur sanft, .... das ist Käse.

Alle Gefühle, die ganze Palette, gehört zu mir. Und sie zu fühlen, wahrzunehmen, und danach zu leben, ohne das der Verstand reinspringt uns sagt : du soltest aber so und so ..... oder, sei vorsichtig, das könnte Konsequenzen haben .. oder das schickt sich nicht oder sowas tut man nicht, dieser ganze angelernte Mist.

 

Zu leben, was ich fühle, danach zu handeln, was ich fühle. Ohne irgendwelche Gedanken darüber, ohne jedes richtig oder darf sein oder darf nicht sein.

DAS ist für mich LEBEN.

 

 

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Geschrieben von Kristallherz

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