Veröffentlicht auf 27. Dezember 2011

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Geschrieben von Kristallherz

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Veröffentlicht auf 27. Dezember 2011

Auf den Artikel "ich bin erleuchtet" bekam ich folgenden Kommentar (Ausschnitt):

 

Aber, Adamus hat in seinem letzten Buch ja auch geschrieben, als viele Gäste Widrigkeiten mit Flugzeug, Bus hatten, um zu dem Veranstaltungsort zu kommen: IHR BRAUCHT DAS NICHT MEHR, es darf leicht sein, oder so ähnlich.
Das ist für mich noch nicht so ganz klar - was ist der Unterschied?

 

Gute Frage, ja. Was ist der Unterschied zwischen "alles so sein lassen wie es ist" und "Selbst erschaffen" ?

 

Für mich liegt das in meinem Verständnis von mir selbst. Alles so anzunehmen wie es ist, ist Vertrauen in mich zu haben. Und ohne dieses Vertrauen geht es nicht. Bewusst zu entscheiden wie etwas sein soll ist der nächste Schritt. Mache ich den zweiten vor dem ersten, werde ich wohl stolpern.

 

Wenn ich mich als Schöpfer fühle, wenn ich in mir wirklich das Empfinden habe, das ICH mir mein Leben erschaffen habe, mit allem was darin ist, dann habe ich es angenommen wie es ist. Wenn ich nicht damit hadere warum nun das eine oder andere nicht so ging wie ich (Mensch) es wollte. Wenn ich aufgehört habe zu fragen "Warum zur Hölle geht das nun wieder nicht wie ich will?" weil etwas, das ich mir so und so vorgestellt habe, eben so nicht läuft. Weil mir gesundheitlich was in die Quere kommt, oder mein Auto demoliert wurde oder eine geschäftliche Sache gar nicht in Schwung kommt.

Immer wenn so etwas passiert, habe ich eine bestimmte Vorstellung, und sehe mich darin enttäuscht. Und immer wenn sich meine Vorstellungen (Wünsche) nicht erfüllen fühle ich mich so gar nicht als Schöpfer, so lange ich glaube es anders "machen zu müssen".

 

Wenn ich die Dinge annehme wie sie sind ohne zu meinen, es müsste doch anders sein, bin ich aus dieser Falle raus. Das ist völlige Akzeptanz.

 

Doch natürlich kann ich auch entscheiden wie etwas sein soll - ich bin ja schließlich Schöpfer !

Nur, wenn ich von den menschlichen Vorstellungen ausgehe, werde ich wohl einiges anders erfahren. Das Schöpferische Sein, das ICH BIN, hat andere Maßstäbe als der Mensch. Und darin liegt die Diskrepanz.

Mensch möchte alles einfach, schön, möchte alles glatt und leicht, bloß keine Unannehmlichkeiten, usw.

Das Schöpferische möchte erfahren, möchte sich weiter ausdehnen, verändern, erkennen, und das geht meistens nicht wenn ich einfach nur im Liegestuhl in der Sonne liege und mir gebraten Tauben in dem Mund fliegen. Jedenfalls nicht, so lange ich in mir nicht ganz klar und tief das Gefühl habe, ICH BIN der SCHÖPFER.

 

Und wenn ich dieses Gefühl habe, dann interessieren mich bestimme menschliche Vorstellungen gar nicht mehr. Es ist mir gleich, weil es ist Kleinkram. Ich kann darüber lachen, ich kann es wirklich sein lassen wie es ist. Und  wenn ich verreisen will, kann ich für mich entscheiden, das ich absolut sicher, direkt und passend dahin komme, wo ich hin will. Was Adamus damit meinte, ist, aufhören, sich den Dingen ausgeliefert zu fühlen. Er führt dieses Beispiel an weil Mensch sagt: aber ich kann doch nichts dran ändern, wenn das Flugzeug Verspätung hat, wenn ich in einen Streik komme, oder in einen Stau. Und das ist sich den Äußerlichkeiten ausgeliefert zu fühlen. Ein Schöpfer weiß, das er das nicht ist. Und er entscheidet wie er etwas erfahren will.

Ich muss gestehen, ich weiß es zwar, aber ich vergesse es immer wieder. Weil wir so sehr gewöhnt sind, einfach nur auf das, was ist, zu reagieren, anstatt bewusst zu entscheiden. Und darauf wollte Adamus hinweisen.

 

Es geht nicht darum nun genau zu definieren "das Flugzeug ist pünklich" sondern einfach in sich das Gefühl zu haben, das alles passend sein wird um anzukommen, wenn ich z.B. zu einem Workshop will. Zu vertrauen, das sich alles genau richtig findet.  Selbst wenn etwas anders läuft - keine Bedenken, keine Ängste, sondern lächeln mit dem Gefühl " nun, wenn das jetzt nicht so geht, dann eben anders, es wird auf jeden Fall klappen".

Tobias hat das auch schon ausführlich erklärt, sein Beispiel war, wenn wir mit dem Auto in einer fremden Stadt unterwegs sind, und wo hin wollen. Nehme ich nun ein Navi, oder eine Karte, und suche und ver-suche mich zu orientieren? Und wenn dann das Navi ausfällt, was mache ich dann? Oder die Karte nicht mehr stimmt? Panik? wie komme ich jetzt da hin?

Oder kann ich mir vertrauen das ich genau da hin komme wo ich passend bin (ich sag extra nicht - wo ich hin will) ? Kann ich mir vertrauen das meine innere Stimme mich führt? Kann ich meinen Verstand beiseite lassen und fühlen in welche Richtung ich fahren sollte? Kann ich annehmen das vielleicht etwas ganz anderes, vielleicht aber viel passenderes oder größeres auf meinem Weg kommt?

Letzlich ist auch Adamus Aussage "ihr braucht das nicht mehr, es darf leicht sein" genau das: mir zu vertrauen, völlig, und mich nicht mehr darin zu verfangen das ich bestimmten Dingen ausgeliefert bin. DAS ist nicht schöpferisch.

 

Ein Schöpfer ist, wem klar ist, das es seine Wahl ist. Und eben auch annimmt, wenn er mal im Stau steckt - vielleicht weil er vorher nicht dran dachte, klar zu entscheiden wie er nun er-fahren will. Und darüber lachen kann ohne Gedanken, was denn nun wieder falsch war. (Bewertung!)

 

Nichts ist falsch, gar nichts, doch ich kann beginnen bewusst zu entscheiden, voller Liebe, voller Vertrauen, für mich.

 

 

 

 

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Geschrieben von Kristallherz

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Veröffentlicht auf 25. Dezember 2011

Gerade mal schwelgt die Welt wieder in der Erinnerung - und nicht wenige wünschen besinnliche Tage. Doch was ist besinnlich?

Mich besinnen auf was?

Auf mich selbst. Allerdings gerade an Weihnachten besinnen sich die wengisten auf sich selbst, sondern auf andere - und vor allem wollen sie Gesellschaft haben, nicht alleine sein. Be-sinnlich heißt, meine Sinne zu öffnen, für alles. Und für mich selbst.

Doch so lange wir mit anderen beschäftigt sind, können wir kaum zu UNS SELBST kommen. Heut ist es so, das viele laufend von anderen "entertaint" werden wollen. Andere sollen sie unterhalten, sollen sie amüsieren, versorgen. Mit Energie.

Es ist nichts anderes.

 

Gerade Weihnachten versorgt mit Energie von anderen in einem großen Ausmaß - und die, die das nicht haben, bemerken es noch viel mehr als sonst. Aufmerksamkeit, Freude, Liebe von anderen  ist nichts weiter als füttern. Und Weihnachten heute ist es par excellence. Möglichst viel von anderen bekommen. Schmerzlich für die, die es nicht haben.

Wirklich?

 

Vielleicht sollten wir mal genau hinschauen, und uns bewusst werden lassen ( in dem ich Klarheit wähle) warum es geht. Geht es um Freude? Oder geht es darum von anderen bemerkt zu werden? Geht es drum alles was ich habe fließen zu lassen. Oder darum, möglichst viel (auch an Aufmerksamkeit) zu kriegen?

 

Sinnlich ist auch mich auf meine Sinne einzulassen, zu fühlen, zu schmecken, zu riechen, zu hören, zu sehen, zu spüren - doch es geht noch viel weiter, nämlich mir zu erlauben auch mit allen anderen Sinnen wahrzunehmen. Mitgefühl (kein Mitleid), Kreativität, Wahrnehmung von den Dingen die über das übliche hinaus gehen, sich erlauben wirklich sensibel zu sein, ohne zu bewerten. Auch zu schenken ohne etwas zu erwarten, meine Liebe fließen zu lassen für alle, mich selbst nicht so ernst nehmen.

Zu lachen, denn nichts bewegt so sehr wie lachen.

 

Saint German sagte neulich - lasst die Meditationen sein, lacht lieber, denn nichts bewegt Energie so sehr wir lachen.

Humor ist etwas sehr menschliches, etwas absolut wundervolles, das es in anderen Dimensionen so nicht gibt. Und lachen ist absolut göttlich.

 

In so fern wünsche ich wirklich fröhliche Tage, und selig ist, wer über sich selbst lachen kann.

 

w land u 32

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Geschrieben von Kristallherz

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Veröffentlicht auf 21. Dezember 2011

Beim letzten shoud forderte Adamus auf zu sagen "Ich bin erleuchtet" - doch damit haben nicht wenige Probleme. Ich auch - und zwar mit dem Begriff "erleuchtet".

Weil damit ziemlich unsinnige Vorstellungen einhergehen. Teils kommt es aus der Esoterik, teils aus den Religionen oder von dem was wir gehört haben.

 

Erleuchtet - da stellen sich die meisten vor man ist allwissend, man kann alles erschaffen, ist unverwundbar, man schwebt über den Dingen, man kann übers Wasser laufen, Steine in Gold verwandeln, alles durchschauen, es geht einem immer nur gut, man ärgert sich niemals wieder, hat permanente Freude, wird niemals krank und so weiter.

Je nachdem.

Klar das so ne Messlatte in unerreichbaren Höhen und deshalb ist es schwierig zu sagen "Ich bin erleuchtet".

 

Ziemlicher Käse - oder Makyo, würde Adamus sagen.

Es ist ne Vorstellung des Verstandes, die ziemlich einfältig ist, um nicht zu sagen, dumm. Denn wenn ich mir vorstelle, es wäre so, wie langweilig!!!!!

 

Wenn ich alles mit einem fingerschnipsen erschaffen kann? Wir wohl schnell öde. Was sollte mich noch reizen?

Wenn ich dauernd nur in einer Stimmung wäre - selbst wenn sie gut ist - wie langweilig wird das denn! Das wäre wie jeden Tag meine Lieblingsspaghetti essen - immer und immer und immer wieder ??? Igitt ! 

Wenn ich alles weiß - hää ? was gäbe es noch zu erfahren, kennen zu lernen? Und ganz davon abgesehen, nicht einmal Gott ist allwissend - das ist blos die manipulativ gestreute Drohung der Religionen.

 

Gott erfährt in jedem Moment was wir erfahren, denn wir sind die göttlichen Teile, die hier die Erfahrungen machen. Als Potenial, als Möglichkeit ist alles vorhanden, doch es will erfahren werden, gelebt werden, erst dann ist es wirklich im Bewusstsein. Allwissend zu sein wäre das Ende von Bewusstsein, von Schöpfung, denn die existiert nur in der Bewegung, in der dauernden Bewegung, Schwingung, Ausdehnung. Und das heißt laufende Veränderung.

 

Wie wäre es, alles so zu lassen wie es ist, in dem Bewusstsein das alles in Ordnung ist, das ich alles sein darf, haben darf, auch Ärger, genauso wie Freude und Lachen. Das es überhaupt nichts ausmacht wenn ich mal krank bin, weil mein Körper dann vielleicht etwas ausscheidet, oder verarbeitet was nicht mehr passend ist. Erleuchtet bin ich, wenn ich so etwas einfach als gegeben hinnehmen kann, vielleicht sogar mit einem lächeln, und mich den Unpässlichkeiten oder der Krankheit hingeben kann. Erleuchtet ist es, alles so zu lassen wie es ist, eben nicht zu meinen es müsste alles mögliche verändert werden. Akzeptanz von allem wie es ist. Genau so gehört dazu alle anderen so sein zu lassen wie sie sind. Sie sind in ihrer Schöpfung genau richtig. Erleuchtet ist es, mir zu erlauben, Dinge zu erfahren die ich noch nicht erfahren habe auch wenn sie mich vielleicht noch etwas ängstigen. Erleuchtet ist es, trotzdem in so eine Erfahrung hinein zu gehen, weil ich weiß das ICH sicher bin, das ICH schon alles genau passend für mich mache. Egal wie es hier aussieht.

Erleuchtet ist es, mich so anzunehmen wie ich bin, egal ob groß oder kein, dick oder dünn, gesund oder krank, reich oder arm, freudig oder traurig.

Gerade diese ganze Palette an Möglichkeiten macht doch das Leben aus. Und zu Leben ist das Größte was es gibt.

 

Harlekin08.jpg

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Geschrieben von Kristallherz

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Veröffentlicht auf 14. Dezember 2011

Eines Tages ging Konfuzius mit seinem Schülern an einem reißenden Fluss entlang spazieren. Sie sahen einen alten Mann, der in dem Wasser badete, das um die Uferfelsen schäumte.

Plötzlich war dieser verschwunden und Konfuzius schickte eilends seine Schüler aus, um ihn zu retten. Doch der alte Mann tauchte ebenso plötzlich wieder am Ufer auf.

Konfuzius fragte ihn, wie er in dem reißenden Strom überleben könne. Der alte Mann antwortete gelassen:

"Oh, ich weiß wie ich mit dem nach unten ziehenden Strudel gehen muss und mit dem aufsteigenden wieder herauskommen kann."

 

Erzählung aus dem Zen

 

 

Ich finde es sehr passend zu dem, was über 2012 gesagt wird - dass es turbulent wird, stürmisch, und beim shoud am Samstag sagte Adamus, wir sollten keinen Anker werfen, sondern mitten in den Sturm hinein segeln.

 

Wie in der Erzählung - lieber mit dem Strudel nach unten und sich wieder hochspülen lassen, als dagegen ankämpfen. Mitfließen, auch wenns zuweilen turbulent wird, und ich bin wirklich gespannt, wie das nächste Jahr wird.

 

 

 

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Geschrieben von Kristallherz

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Veröffentlicht auf 11. Dezember 2011

nicht. Nicht mehr.

Ich las in einem Artikel eben diesen Satz - und es bricht dir das Herz - dabei ging es um die Veränderungen jetzt, und das manche zwar auf ihrem Weg sind doch dann zögern, nicht weiter wollen, zurück wollen - und eben - dann....

 

und ich finde es unangemessen.

 

Warum? Nun, zuerst einmal hört es sich mitfühlend an, weil ich will ja für andere, egal ob Freunde, Verwandte oder Klienten, nur das Beste. Und dann wollen sie es selbst nicht, und ich muss (hilflos?) zusehen, wie sie kleben bleiben, wie sie rückwärts gehen oder was auch gerade das Thema ist. Und dann bricht mir das Herz - weil ich es so gut meine???

 

oha.

.

Wer will denn da das es dem anderen gut geht? ICH ! Und lasse dabei außer Acht das der Andere genau so wie ich ein Schöpfer ist, der sehr genau weiß, was er tut - so unbewusst es auch sein (aussehen)  mag. Und jeder hat jedes Recht der Welt seinen eigenen Weg zu gehen. Absolut. Außerdem - ich finde es anmaßend für andere zu be-finden das dies oder jenes ihr Glück wäre, das Richtige für sie wäre, wie auch immer.

So gehts nicht - jedenfalls nicht, wenn es mir mit Achtung und Ehre und damit mit Mitgefühl ernst ist.

 

Wenn ich in jedem anderen, egal wer, den Schöpfer, das Göttliche, das Bewusst-Sein ehre, dann ehre ich jede Entscheidung die dieses Sein trifft. Jede, ohne Ausnahme. Wie sollte mir da das Herz brechen?

 

Für mich liegt darin ein besser-wissen, und das ist keine Achtung - weil es ja ausdrückt das der andere nicht weiß was er tut, das er zu ..dumm? blind? ängstlich? zögerlich? ...was auch immer, ist. Jedenfalls stelle ich mich damit über ihn.

Unangemessen.

 

Adamus sagt immer wieder, das alles in Ordnung ist mit der gesamten Schöpfung - das jede scheinbare Unbalanciertheit in Wahrheit balanciert ist. Oberflächlich sieht es anders aus - doch das ist nur ein Teilchen von vielen.

Wer mal in das, was Schöpfung genannt wird, hinein fühlt, bemerkt, das es gar nicht anders geht, als das alles eine Balance hat. Sonst wäre schon längst alles pulverisiert.

 

Also ist auch jedes Zögern, jedes zurückweichen, jedes nicht-wollen in Ordnung.

Und meines ist es, das so absolut zu akzeptieren, in Achtung für jeden.

 

Na gut - das ich als Mensch manchmal durchaus noch menschlich reagiere, ist auch ein Teil meiner Erfahrung, aber wenn ich so etwas wahrnehme, solche Emotionen, sollte ich selbst mal genau hinschauen.

 

Und dann bricht mein Herz nicht mehr, sondern liebt und achtet und bewundert jeden -  auch für solche Entscheidungen.

 

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Geschrieben von Kristallherz

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Veröffentlicht auf 6. Dezember 2011

Warum wollen wir in der Regel immer, das es uns gut geht? Ich hab ja vorher schon geschrieben das es ne Bewertung ist. Ich beurteile  wie mein Befinden ist.

Wenn ich dieses Beurteilen gehen lasse, wenn ich wertungslos werde, dann hab ich auch kein gesteigertes Interesse daran das es mir laufend gut geht.

 

Stellen wir uns einfach mal vor, das es mir IMMER gut geht - wie wäre das wohl? Toll? Das wäre wahrscheinlich sehr schnell sehr langweilig. Weil ich mich dann auf eine Empfindung fokussiere und nicht mehr die ganze Bandbreite an möglichen Empfindungen habe. Ich beschränke mich auf einen Teil - nämlich den "es geht mir gut". Dieses Bewerten des Befindens ist ein Relikt des Verstandes.

Der Verstand ist der Teil, der alles sortiert, alles in Schächtelchen steckt, und auch die dazugehörenden Empfindungen auslöst. Es sind also keine wirklichen Gefühle, sondern es sind vom Verstand erzeugte Emotionen. Durch das bewerten lösen wir selbst bestimmte Reaktionen in uns aus. Die Kehrseite ist - derartiges verschlingt immense Mengen an Energien die ich dann von irgendwoher bekommen muss.

 

Und diese Emotionen haben zuweilen fast Suchtcharakter, weil wir immer mehr brauchen. Wir wollen immer noch mehr, es noch intensiver, noch heftiger, der Kick muss weiter hochgeschraubt werden.

 

Gefühle sind leise, sind keineswegs so heftig wie Emotionen, Und sie (ver)brauchen keine Energie. Und wenn ich nicht bewerte, WIE es ist, sondern einfach nur wahrnehme was an Gefühlen da ist, dann kann ich alles zulassen, und es wirft mich nicht aus der Bahn. Hört sich auch langweilig an?

Für mich nicht. Ich bin kein Emotions-Junkie mehr. Ich lasse Gefühle zu, alle, ich atme sie sogar ein, und gerade die Gefühle, die unangenehm sind, komisch, undefineirbar, lassen sich damit sehr schnell transformieren - heißt auflösen.

Es gibt dann weder Himmelhoch-jauchzend, noch zu-Tode-betrübt.

Ich bin in der Mitte.

 

Was ich in letzter Zeit feststelle ist, das manchmal doch etwas wie Emotionen da ist - heftige Empfindungen aus dem Nichts, unerklärlich (ist auch Verstand), die keinen Grund haben, die einfach so auftauchen. Was ist das nun ?

 

Nach meiner Wahrheit sind es Aspekte, die zurückkommen. Es sind verletzte Aspekte die ne Menge heftige Emotionen im Gepäck haben, und die ich bisher nicht haben wollte - weil ich ja immer wollte, das ich mich gut fühle. Alles unangenehme wird weggedrückt, wird fern gehalten. Es wird abgeblockt, in der Regel.

 

Durch das annehmen von allem wie es ist, das eben nicht mehr bewerten, erlaube ich diesen Teilen von mir zu mir zurück zu kommen, und sie zu integrieren. Ich bin offen es zuzulassen, und so purzeln sie herein - ich atme bewusst, tief, und es ist erlöst. Manchmal hab ich den Eindruck, ich würde in der Zeit zurücklaufen, und alles einsammeln, was ich am Wegesrand stehen lassen habe, weil ich es nicht mitschleppen wollte. Es hat nichts mit meinem Leben jetzt zu tun - es sind teils uralte Sachen.

 

Wenn ich alles sein will, was ich jemals war, was ich bin und was ich sein werde - dann gehört dazu die Bereitschaft wirklich alles so sein zu lassen wie es ist, anzunehmen wie es ist und nichts mehr in Schächtelchen wie "gut" oder "schlecht" zu packen. Es ist wie es ist - und ich bin was ich bin.

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Geschrieben von Kristallherz

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Veröffentlicht auf 5. Dezember 2011

Ich hoffe, es geht dir gut ..... solche und ähnliche Sätze kommen immer wieder, sind tiefe Gewohnheit, manchmal tatsächliches Interesse und zuweilen nur Lückenfüller.

Ist es noch angemessen jetzt?

Ich habe zunehmend Schwierigkeiten was zu finden auf die Frage "wie gehts dir?" Weil, wenn ich in meiner Mitte bin - oder auch nicht - was soll ich sagen? Jede Art von Antwort wäre eine Bewertung. Gut, nicht so gut, schlecht, übel, bestens - egal was ich dazu sage, es ist bewertend. Ich packe mein Befinden damit in eine Schublade.

Doch zunehmend kann ichs nicht mehr  und bin zuweilen sprachlos bei diesen Fragen.

Mir geht es manchmal undefinierbar, und vor allem will ich es gar nicht mehr in irgend eine Form pressen in dem ich es benenne. Zuweilen geht das auch gar nicht, weil mehrere Empfindungen zugleich da sind. 

Es ist wie es ist. 

 

Als Höflichkeitsfloskel sind solche Dinge auch ein Auslaufmodell, für mich. Jede Form von Höflichkeitsfloskel finde ich übrig. Wenn ich schreibe "liebe Grüße" oder "von Herzen"  meine ich es so, ansonsten schreibe ich es nicht. Klar gibt es geschäftlich immer noch "freundliche Grüße" doch privat hätte ich gerne, das nur die tatsächlich so empfundenen Grüße oder Wünsche zum Ausdruck gebracht werden.

Und vielleicht können meine Freunde es akzeptieren, wenn ich keine Antwort auf die Frage habe, "wie gehts?"

 

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Geschrieben von Kristallherz

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Veröffentlicht auf 1. Dezember 2011

ist eines der "geflügelten" Worte, von Tobias und Adamus. Und grad hab ich verstanden, warum es so ist.

Tanzen mit dem was vor der Türe steht heißt, das ich das annehme, was da kommt, was mir begegnet, geschickt wird, manchmal auch in Form von Briefen, oder emails, oder wie auch immer.

Es bezeichnet das, was mir so all-täglich passiert, ob nun das Amt was von mir will oder etwas als Begegnung kommt, die auch mal ne Konfrontation sein kann, Anrufe, egal was. Meistens haben wir die Tendenz, wenn es Dinge sind, die wir als nicht so angenehm empfinden, sie wegzuschieben, nicht haben zu wollen. Bei manchen geht es so weit das sie unangenehme Post sogar wegwerfen ohne sie anzuschauen. Aber auch bei kleinere Dinge ist oft so ein - nee, ich will nicht - da. 

 

Und das ist der Moment, wo die Energie stockt. Sie wird von uns blockiert, sie stagniert, fängt, sinnbildlich, an zu gären. Und wir wundern uns warum mal wieder rigendwie nix geht, wobei das eine mit dem anderen oft gar nichts zu tun hat. Aber wir haben an einer Stelle den Fluss der Energie blockiert und damit bildet sich ein Stau. 

Deshalb ist es angemessen, mit allem "zu tanzen" was da kommt, egal wie ich es empfinde. Denn dann bleibt die Energie in Bewegung und manchmal verschwindet dann etwas Unangenehmes genau so schnell wie es aufgetaucht ist. Einfach weil alles fließt.

Und ein weiterer Effekt ist, das ich mich viel wohler fühle, wenn die Energien fließen. Wenn ich es eben nicht wegschiebe, wenn ich mich damit befasse, nachfrage, etwas erledige, was eben dann gerade getan werden sollte. Wenn ich es nicht vor mir herschiebe "das mach ich dann irgendwann mal ..." . Es hinterlässt ein gutes Gefühl, und das eben nicht nur, weil ich etwas getan habe, sondern weil ich die Energie am fließen halte, es laufen lasse und nicht abwürge. Damit fühle ich mich leichter, lockerer, heiterer. Das hat auch nichts mit Aktionismus zu tun, sondern eben mit der völligen Annahme der Dinge wie sie sind. In dem ich annehme, hab ich keinen Gegendruck erzeugt, der unweigerlich entsteht wenn ich mich gegen etwas stelle oder mit etwas hadere.

 

Doch dieses fliesen der Energien ist wichtig, es kommen dann, wie ich gerade bemerkt habe, andere Dinge dazu, es klärt sich, wenn es was zu klären gibt, es tun sich andere Seiten auf, oder plötzlich ist Unterstützung da.

 

Also, tanzen wir, wenn er dasteht, auch mit dem Wolf, hahaaa ... wer weiß schon was er für mich hat? Schließlich ist es immer meine Schöpfung in der ich bin, und alles gehört dazu, und zuweilen ist es ganz anders, als es scheint, wenn ich denn bereit bin es anzunehmen.

 

 

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Geschrieben von Kristallherz

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